Realschüler pflanzen Wildobstbäume bei Resse

Revierleiter Thomas Deppe (links) freut sich über die vielen Helfer bei der Baumpflanzaktion mit der Realschule Wedemark. Foto: B. Stache

Revierförster Thomas Deppe leitet die Aktion für den Natur- und Klimaschutz

Resse (st). Die 46 Schüler der beiden sechsten Klassen der Realschule Wedemark leisteten am Montagvormittag ganze Arbeit. Im Bereich des Resser Hartbruch pflanzten sie unter Anleitung von Revierleiter Thomas Deppe, Försterin Birka Sodemann vom Waldpädagogikzentrum Wisentgehege sowie Forstwirten 200 Wildobstbäume: Wildäpfel, Wildbirnen, Elsbeeren, Speierlinge und Mehlbeeren. „Wildobst gehört in den deutschen Wald. Es ist in der Vergangenheit etwas vernachlässigt worden. Das Pflanzen von Bäumen ist für die Schüler häufig ein nachhaltiges Erlebnis“, erläuterte Thomas Deppe. Die Realschüler leisten durch ihre Arbeit einen Beitrag zur Erhöhung des ökologischen Spektrums. Die Wildobstbäume wurden von der Deutschen Umwelthilfe gestiftet. „Diese Anpflanzung ist ein Beitrag zur Artenvielfalt und zum Klimaschutz“, erklärte Gabi Fiedler, Projektmanagerin der Deutschen Umwelthilfe aus Hannover. Bis zum Jahr 2020 sollen so zehn Millionen Bäume weltweit gepflanzt werden, lautet das Ziel von American Forests und Alcoa Foundation, die dieses Projekt fördern. Für die Resser Pflanzaktion steht eine 3000 Quadratmeter große Fläche in der Nähe des Resser Waldlehrpfades zur Verfügung. „Das ist das schönste Klassenzimmer der Welt“, begeisterte sich Realschullehrerin Kerstin Kupfer-Wyss am Montag beim Resser Pflanzeinsatz. Ihr Kollege Sebastian Renzewitz fügte hinzu: „Auch die Schüler sind ganz begeistert.“ Im vergangenen Jahr hat es schon einmal eine solche Baumpflanzaktion im Kananoher Wald. „Wir arbeiten gerne mit Revierförster Thomas Deppe zusammen, weil er häufig auch mit Schulklassen solche Pflanzungen durchführt. Umweltbildung und Waldpädagogik spielen für uns eine große Rolle“, so Gabi Fiedler. Der elfjährige Realschüler Ole aus Brelingen fand die Pflanzaktion richtig gut. „Wenn ich in 20 Jahren wieder hierher komme, kann ich meinen Kindern zeigen, welche Bäume ich einmal gepflanzt habe.“ Sein Schulkamerad Ahmad aus Bennemühlen erklärte: „Das Baumpflanzen macht Spaß, ist aber auch anstrengend. Ich hoffe, dass der Baum anwächst.“ Die Schülerinnen Anne, Enza und Charmaine pflanzten gemeinsam eine Waldbirne. „Was wir hier machen, ist ganz cool. Das ist das erste Mal, dass ich einen Baum pflanzen darf. Ich hoffe, dass er groß wird“, sagte die zwölfjährige Anne aus Wennebostel.