Realverband Abbensen protestiert

Keine grundsätzliche Ablehnung für Grundstück für Mühlenbau

Abbensen. Realverbandsvorsitzender Heinrich Uelschen legt Wert darauf, die Hintergründe zu erläutern, warum es bisher nicht dazu gekommen ist, dass der Wiederaufbau der Abbenser Windmühle auf einem Grundstück des Realverbands tatsächlich in Erwägung gezogen worden sei. Es könne jedenfalls nicht die Rede davon sein, dass der Realverband das Grundstück grundsätzlich nicht dafür zur Verfügung stelle, betont Uelschen. Am 22. November letzten Jahres habe bei Wolfgang Kasten eine Besprechung stattgefunden, an der Rüdiger Hagen und Heike Süring als Vertreter von Interessenten zur Erhaltung der Windmühle Abbensen sowie Rainer Mesenbrink und Heinrich Uelschen als zweiter und erster Vorsitzender des Realverbands Abbensen teilgenommen hätten. Dieses Gespräch sei von Süring und Hagen angeregt worden. Thema sei die Suche nach einem Grundstück gewesen, auf dem die Windmühle Abbensen wieder aufgebaut werden könne, weil dies an ihrem derzeitigen Standort wahrscheinlich nicht möglich sein werde. Vorschlag von Heike Süring war deshalb, für den Wiederaufbau ein Grundstück des Realverbands in der Ortslage von Abbensen zu nutzen. Die Vertreter des Realverbands wiesen darauf hin, dass sich dieses Grundstück an einem sehr tiefen Punkt in der Ortslage befinde und deshalb wahrscheinlich wegen eines geringen Windaufkommens für den Betrieb einer Windmühle wohl kaum geeignet sei. Darüber hinaus handele es sich planungsrechtlich um Bauland, das der Realverband auch nur gegen einen entsprechenden Kaufpreis zur Verfügung stellen könne. Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dies die Auffassung der Vertreter des Vorstandes sei, denn dieser sei nach den Bestimmungen des Niedersächsischen Realverbandsgesetzes zur Erhaltung des Vermögens des Realverbands verpflichtet. Die Entscheidung zur Verfügung über Grundstücke obliege jedoch der Mitgliederversammlung, die selbstverständlich auch anderweitig entscheiden könne. Sofern ein Beschluss der Mitgliederversammlung herbeigeführt werden sollte, wurden die Interessenten gebeten, dies rechtzeitig vor der nächsten Mitgliederversammlung zu beantragen, die voraussichtlich Anfang März stattfinden würde. In dem Gespräch hätten die Vertreter des Realverbands es nicht abgelehnt, den Mühlenbau auf dem Grundstück zu ermöglichen. Allerdings sei vor der letzten Mitgliederversammlung und bis jetzt kein Antrag eingegangen, dass die Bereitstellung eines Grundstücks des Realverbands auf die Tagesordnung genommen werden sollte, so Heinrich Uelschen.