Regenwasserkanal und Schülerbeförderung

Fredy Krause, Heike Lohe, Wilhelm Krökel, Rita Söder und Hans-Joachim von Einem. (Foto: Foto: G. Gosewisch)

Ortsrat Wennebostel unterstützt Bürgerengagement

Wennebostel (gg). Seit mehr als vier Jahren wird über den Bau eines neuen Regenwasserkanals in der Straße `In Wennebostel` beraten, so die Information von Ortsbürgermeister Wilhelm Krökel (CDU) bei der Ortsratssitzung. „Für mich steht es außer Frage, dass eine Dringlichkeit für den Bau gegeben ist.“ Ortsratsmitglied Rita Söder (CDU) ergänzt: „Im Moment läuft das Regenwasser nicht ausreichend ab. Als Anwohnerin kann ich bestätigen, dass wir zwischen Lindenstraße und Nachtigallenweg `nach Regenfällen immer wieder `Land unter` haben.“ Zusätzlich zur Sanierung der veralteten Abwasserleitung spricht sie sich für ein Spülen der abführenden Grabendurchlässe aus. Als wünschenswert, aber angesichts der Haushaltssituation nicht machbar beurteilt dagegen Ortsratsmitglied Freddy Krause (SPD) die Pläne zum Bau der neuen Abwasserleitung, die jeher mit der Neuerstellung des Fußwegs in Kombination geplant war. Es geht um einen Kostenstelle im Haushalt der Gemeinde Wedemark von 450.000 Euro, die in den letzten Jahren vorgesehen war, nun aber gestrichen worden ist. Krause stimmte gegen den mehrheitlichen Beschluss zum Antrag der Wiederherstellung der Kostenstelle. Einstimmig beschlossen wurde der Antrag auf Bau von Parkplätzen vor der Kita Wennebostel.
Kleinere straßenbauliche Reparaturarbeiten sind auf dem Weg. „Der Wennebosteler Kichweg ist auf der Prioritätenliste der Verwaltung ganz oben.“, informiert Krökel. Hier soll eine neue Fahrbahndecke aufgebracht und der Seitenstreifen befestigt werden. Die Firma Sennheiser, die dort den größten Anliegerverkehr stellt, ist bereits schriftlich benachrichtigt worden, um eine Beteiligung der Kosten zu erwirken. Die belaufen sich dort auf rund 10.000 Euro.
Eingehend wurde die Ortsratssitzung genutzt, um die Situation der Schülerbeförderung zu klären. Das Echo berichtete, dass überfüllte Busse insbesondere morgens gar nicht mehr an den Haltestellen anhalten, nicht die Türen öffnen und die Schüler auf dem Weg zur Schule einfach stehen lassen. Durch Initiative von Heike Lohe, deren Tochter mehrfach davon betroffen war, hat es Überprüfungen seitens des zuständigen Betriebs Regiobus gegeben. Unglücklich sei von Regiobus der Zeitpunkt der Überprüfung gewählt worden, sagt Lohe, so dass die Aussagekraft der Stichproben-Zählung zu bezweifeln sei: „Gerade jetzt gibt es vor den Zeugnissen eine Sondersituation. Es gibt Klassenfahrten, viele Stunden fallen aus und viele Eltern fahren nach dem Chaos der letzten Wochen ihre Kinder selber mit dem Auto zur Schule, damit sie überhaupt ankommen. Außerdem lässt die Witterung das Fahrradfahren wieder zu.“ Intensiv einsetzten will sich der Ortsrat Wennebostel für die Klärung der Situation. Freddy Krause empfiehlt eine Überprüfung der Kommunikationwege zwischen Schulamt und Regiobus. Die gemeldeten Schülerzahlen aus dem Schulamt müssen mit der Anzahl der ausgegebenen Fahrkarten der Regiobus abzugleichen sein. Dann erübrigen sich normalerweise zusätzliche Zählungen. Eine Option, die Regiobus in Aussicht stellt, sei der Einsatz von Begleitpersonen, die sich zusätzlich zum Busfahrer darum kümmern, dass die Schüler sich gleichmäßig im Bus verteilen. „Man muss sich darum kümmern, damit sich etwas ändert.“, so die Forderung von Lohe, die der Ortsrat geschlossen zusagte.