Regenzeit und Dürre am Elzer Wasserwerk

Wo es keinen Tuschkasten gibt, wird mit Lehm und Farbpigmenten gekleckst. Wandmalereien sind nur eine von vielen künstlerischen und kulturellen Erfahrungen, die 42 Wedemärker Kinder zum Thema Afrika machen durften. Foto: S. Birkner

Kunstschule und Enercity organisieren Afrika-Erlebnis für Kinder

Elze/Fuhrberg (sb). Wie wichtig Wasser ist, erfährt jedes Kind – jeden Tag. Dass sauberes Trinkwasser allerdings längst nicht jedem Erdenbürger so selbstverständlich zugänglich ist wie uns Mitteleuropäern, haben 42 Wedemärker Kinder an drei erlebnisreichen Tagen hinter dem Elzer Wasserwerk gelernt.
Dort hieß das Projektthema „Afrika“ und lehrte neben dem achtsamen Umgang mit Wasser vor allem viel Kulturelles und Künstlerisches. Mit ein wenig kindlicher Phantasie tobten auf weitläufiger Wiese hinter dem Wasserwerk schnell Zebras und Gnus, dösten Giraffen, brüllten Löwen. Wer seine Heimatlande gut kennt, ist vorbereitet auf Regenzeit und Dürreperiode, bastelt Schmuck für die großen Feste und weiß natürlich wie sich ein Feuer entfacht. Ein richtiger Savannenbewohner fertigt auch seinen Jagdspeer selbst und verewigt ihn in einer Wandmalerei aus Lehm und Farbpigmenten.
Wettertechnisch bot die Wedemark von Montag bis Mittwoch tatsächlich Dürre und Regengüsse, authentische Umstände also für die zahlreichen bunten Projekte. Ganz nach Lust und Talent nutzten die Kinder Zweige zum Bau afrikanischer Hütten, bastelten Kleidungsstücke und Schmuck oder recycelten Elektroschrott. Und wem das Hüttenbauen und Malen nicht so gut gefiel, der flocht Tiere aus Stroh oder schnitzte Holzfiguren. Die Objekte aus Baumwurzeln und Holzstämmen sind so gut und so afrikanisch gelungen, dass sie in Zukunft auf dem Trinkwasser-Erlebnispfad im Fuhrbeger Feld zu sehen sein werden.
Hinter dem kulturellen Abenteuer steckte die Wedemärker Kinder- und Jugendkunstschule in Kooperation mit den Hannoverschen Stadtwerken Enercity. Das Sommerprojekt war bereits die zehnte gemeinsame Ferienaktion der beiden Institutionen. Mit Anja Weiss, Anette Haller, Jane Wyrwa, Frank Fuhrmann und Andree Woosmann widmeten sich Künstler aus der Region den Ideen und kreativ-kulturellen Einfällen der Kinder.