Region Meer und Moor

Mitglieder der lokalen Aktionsgruppe (Foto: Grontmij)

Drei Gemeinden arbeiten an Strategie

Wedemark. Im Rahmen der gemeinsamen Werkstatt in Neustadt konnten Bürgerinnen und Bürger der Städte Wunstorf und Neustadt (a. Rbge.) sowie der Gemeinde Wedemark den Entwurf der gemeinsamen Entwicklungsstrategie überprüfen.
In der Strategiewerkstatt mit rund 70 Teilnehmern wurde im Ratssaal der Stadt Neustadt (a. Rbge.) der Entwurf der gemeinsamen Zukunftsstrategie durch Vertreterin- nen des Planungsbüros Grontmij aus Hannover vorgestellt. Die Strategie ist das Herzstück des regionalen Entwicklungskonzepts (REK/ILEK), welches die Region Meer und Moor derzeit erarbeitet. Mit dem gemeinsamen Konzept bewerben sich die drei Kommunen in der neuen Förderperiode 2014 bis 2020 um Anerkennung als Förderregion. Erste Priorität hat dabei die Bewerbung als Leader-Region.
Das regionale Entwicklungskonzept wird mit breiter Beteiligung der Bevölkerung unter Einbindung der relevanten Wirtschafts- und Sozialpartner entwickelt. Orientiert an neuen Vorgaben seitens der EU sollen Entwicklungsziele und Projektvorschläge in fünf Handlungsfeldern entwickelt werden, wie Ellen Pukall vom Büro Grontmij erläuterte: demografische Entwicklung und Daseinsvorsorge, Tourismus und Naherholung, Klima-, Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Wirtschaft sowie Innenentwicklung. Maßnahmen könnten beispielsweise dazu beitragen, alternative und innovative Versorgungsmöglichkeiten beispielsweise mit regionalen Produkten zu fördern oder Leine-, Meer- und Moorerlebnisse in der Region zu Fuß oder per Rad zu ermöglichen.
Während der anderthalbstündigen Werkstatt hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die strategischen Ziele der Region zu überprüfen und zu ergänzen. Vorab wies Maren Krämer vom Büro Grontmij darauf hin, die Strategie mit der Blick durch die regionale Brille zur prüfen und insbesondere Innovationen wie auch Kooperationsmöglichkeiten auch mit Nachbarregionen zu fokussieren. Das Büro Grontmij wird diese Ergebnisse bis zum Jahresende in Zusammenarbeit mit der „Lokalen Aktionsgruppe“ (LAG) in ein REK zusammenführen. Die LAG ist im Rahmen der Erstellung des regionalen Entwicklungskonzepts und im Falle einer Anerkennung als Leader-Region das zentrale Steuerungs- und Entscheidungsgremium. Die Sitzung der LAG mit Vertretern aus Politik, Verwaltung sowie Wirtschafts- und Sozialpartnern tagte ebenfalls im Vorfeld der Strategiewerkstatt. Die Entscheidung, welche Regio- nen den Zuschlag als Förderregion bekommen, wird für April 2015 erwartet.