Rennradtour durch die Mittsommernacht

Die Teilnehmer der Radtour (v. r.): Arne Schiereck, Bissendorf, Martin Schreck, Bissendorf, Peter Bogenschütz, Bissendorf, Tino Schulze, Brelingen, Enrico Burtz, Mellendorf, Holger Klose, Bissendorf, Andreas Theuer, Neustadt, Andreas Thois, Lauenau, André Schneider, Hannover, und Dietrich von Mirbach, Brelingen.

In die Nacht hinein gefahren: Rund um den Brelinger Berg

Brelingen. Die Brelinger Mitte als Dorf- und Kulturzentrum war kürzlich Ausgangspunkt für eine außergewöhnliche Aktion. Der Beginn des Sommers wurde eingeleitet mit einer Rennradtour durch die Mittsommernacht. Dazu starteten zehn Rennradfahrer, sieben aus der Wedemark plus drei weiteren Sportlern aus der Region, kürzlich um 20 Uhr, um in die Nacht hineinzufahren. "Ziel" der Tour war dann der beginnende Tag am Samstagmorgen. Ausgestattet mit Beleuchtung ging es dann rund um den Brelinger Berg entlang über Negenborn, Abbensen, Rodenbostel, Bennemühlen wieder nach Brelingen. Diese 17 Kilometer lange Runde ist bei weiteren Rennradveranstaltungen beliebt, da sie verkehrsarm immer nur rechts abbiegend kaum Gefahren birgt. Initiator Arne Schiereck aus Bissendorf, der gerade Anfang Juni in Hannover-Limmer den Langtriathlon über die Ironman-Distanz absolviert hat, hatte bereits zum dritten Mal zu einer Nachtfahrt um den Brelinger Berg eingeladen. Nachdem im Oktober 2011 die Tour auf 51 Kilometer dreimal durch ausgiebige Regenschauer zum nassen Erlebnis wurde, stand die 2. Auflage im Oktober 2012 unter dem Eindruck einer mit minus 3 Grad ungewöhnlich kalten Nacht. Das Motto war, die Zeitumstellung auf die Winterzeit um 3 Uhr morgens aktiv zu erleben. 127 Kilometer bei diesen Temperaturen waren dazu notwendig. Dieses Jahr war also die kürzeste Nacht des Jahres der Anlass. Um 5 Uhr in der Früh erreichten dann die verbliebenen Rennradfahrer nach 14 Runden und 238 Klimetern den Punkt, an dem die Nacht und diese Tour für beendet erklärt wurde. Ein Regenschauer bereits nach 30 Kilometern bewirkte, dass sowohl die Straße spritznass, als auch dass die Fahrer bis auf die Knochen nass wurden und bis zum Ende blieben. Zwei ausgiebige Kaffeepausen in der Brelinger Mitte, die den Teilnehmern dankenswerterweise offen stand, wirkten belebend, aber an der nassen Kälte änderte das nichts. Trotzdem ist so eine Fahrt durch die Nacht ein Erlebnis mit Sonnenuntergang, Mondverlauf, beginnender Dämmerung bei Vogelgesang bis hin zum Sonnenaufgang. Vier Fahrer, die Bissendorfer Peter Bogenschütz und Arne Schiereck und zwei befreundete Fahrer aus Neustadt und Lauenau erreichten die 238 Kilometer erschöpft, aber zufrieden.