Resser Initiative hofft auf ganz besondere Ehrung

Hoffen auf ein gutes Abschneiden: Ulrich David, Karl- Heinz Müller und der Vorsitzende des Vereins Bürger für Resse Jochen Pardey (v.l.). Foto: L. Irrgang

Verein Bürger für Resse hat sich um GenoPortal AWARD 2010 beworben

Resse (ig). Schon ein wenig stolz zeigten sich die Verantwortlichen des Vereins Bürger für Resse e.V. vergangenen Dienstag bei einem Pressetermin. „Der Anlass ist sehr erfreulich“, so der Vorsitzende des Vereins, Jochen Pardey, viel Beachtung habe der Verein und sein bürgerschaftliches Engagement, was beispielsweise in den Bau des Lebensmittelmarktes durch eine Genossenschaft mündete, in der Zwischenzeit erfahren. Doch nun könnte eine weitere ganz besondere Auszeichnung für den Verein folgen. Die Resser haben sich beim GenoPortal AWARD 2010 beworben, „und nun haben wir die Nachricht erhalten, dass wir unter den Nominierten sein werden.“ Vergeben werde der Preis durch den Genossenschaftsverband demnächst in Gießen , „der bundesweiten Pflichtorganisation für alle Genossenschaften“, wie das Vorstandsmitglied des Vereines, Bürger für Resse, Karl-Heinz Müller mitteilte. „Es ist einfach schön, dass unser Modell in der Form des Bürgerobjekts eine solche Beachtung findet.“ Zudem hat der Verein, sich auf der Veranstaltung einem breitem Publikum zu präsentieren. Der Bau und nun auch der Betrieb des Lebensmittelmarktes in Resse sein ein Erfolgsmodell für viele ähnliche Orte mit vergleichbaren Problemen, immer noch würde der Verein Anfragen von Ortschaften zu dem Projekt bekommen. Das Genossenschaftsmodell habe mittlerweile vielen imponiert und oftmals zeigten sich die Interessierten stark beeindruckt, was die Resser so alles gemeinsam auf die Beine gestellt haben. „Unseres Wissens ist das nahezu einmalig, denn andere vergleichbare Einrichtungen sind in jüngster Zeit in Deutschland in einem solchen Modell nicht entstanden“, betonte auch Pardey.
Beworben habe man sich auf Anraten eines Vereinsmitgliedes, und nun sei die Freude über die Nominierung sehr groß, denn dem Sieger erwarte ein Preisgeld in Höhe von 2.000 €. „Wir haben den Ehrgeiz, vorne mit dabei zu sein“, so Müller und Pardey ergänzt mit Blick auf die Zukunft: „Aber in Resse gibt es weiterhin viel zu tun, der Ort ist noch lange nicht über den Berg.“ Wichtig sei es vor allem, dass der Ort auf Dauer und nachhaltig attraktiv werde und dann auch bleibe. „Und gerade hierbei ist die Einwohnerzahl kritisch.“ Ein weiterer Ausbau der Infrastruktur sei aus diesem Grund von immenser Wichtigkeit. Die Bemühungen der Resser seien jedoch mittlerweile schon leicht spürbar, betonte Müller. „Resse wird wieder nachgefragt zum Wohnen.“ Dies sei bei weitem nicht immer so gewesen. Zu der wieder anziehenden Nachfrage trage neben den wieder in Resse tätigen Ärzten und dem Lebensmittelmarkt vieles bei, „natürlich wird der Ort beispielsweise auch von dem Bau des Moorinformationszentrums profitieren“, so Müller. Zwar beschäftige sich schon ein Arbeitskreis mit dem Zentrum, „aber auch hier benötigen wir beispielsweise dringend Leute, die sich für Kunst und Kultur interessieren und in dem Arbeitskreis mitwirken möchten.“ Hierzu wird der Verein am heutigen Sonnabend mit einem Informationsstand vor dem Lebensmittelmarkt von 9-12 Uhr informieren.