Rettet den Schlauchturm!

Ortsbürgermeister Achim von Einem (vordere Reihe von rechts), Manfred Hänisch, Bernd Schrader, Timo Riechers, Petra Melloh (hintere Reihe von links), Ortsbrandmeister Markus Kablitz, Claudio Köhler und Bodo Melloh präsentieren vor dem Hintergrund des Original-Schlauchturms die Spardose im Schlauchturm-Design, in die heute abend beim Osterfeuer zum ersten Mal Spenden für die Sanierung des Turms eingeworfen werden können. Foto: A. Wiese

Heute Startschuss für Wennebosteler Initiative

Wennebostel (awi). Der Ortsrat Wennebostel gibt heute abend beim Osterfeuer auf der Wiese Richtung Gailhof den offiziellen Startschuss für die Aktion zur Rettung des Schlauchturms im Dorf. Der ist zwar in seiner Existenz noch nicht akut bedroht, doch der Zahn der Zeit nagt und es muss etwas passieren. Dafür ist Geld nötig. Eine Anschubfinanzierung für die Realisierung der im ersten Anlauf auf gut 30.000 Euro geschätzten Sanierung hat der Ortsrat für den Haushalt 2019 bei Rat und Verwaltung beantragt. Doch das reicht nicht.
Und deshalb steht heute abend beim Osterfeuer zum ersten Mal die Schlauchturm-Spardose auf dem Tisch des Ortsrates und freut sich auf viele Scheine als Futter. Bei den verschiedensten Anlässen im Dorf soll die Spardose in den nächs-ten Monaten zum Einsatz kommen. Manfred Hänisch hat sie auf Anfrage des Ortsrates in mühseliger Kleinarbeit mit viel Liebe zum Detail gefertigt. „Der Ortsrat hat sich überlegt, was man rechtzeitig unternehmen könnte, um den Schlauchturm vor dem Verfall zu retten“, erklärte am Mittwochabend Ortsbürgermeister Achim von Einem. Die Situation sei entspannter als vor Jahren in Meitze, als eine Abrissverfügung die Initiative aus dem Dorf unter Druck setzte. Mit den Meitzern haben die Wennebos-teler noch keinen Kontakt zum Erfahrungsaustausch aufgenommen. „Das kommt alles noch. Wir stehen ja erst ganz am Anfang“, versichert von Einem bei der erste Pressekonferenz zum Thema gemeinsam mit den Ortsratsmitgliedern Bernd Schrader, Claudio Köhler, Ortsbrandmeister Markus Kablitz und Timo Riechers von der Feuerwehr, Petra und Bodo Melloh von der Ini-tiative Unterm Baum und dem Hersteller des Schlauchturmmodells, Manfred Hänisch. Der Wennebosteler Schlauchturm hat zunehmend Probleme mit der Standfestigkeit – morsche Pfosten und Bretter –, die aber noch nicht sicherheitsrelevant sind. Das Angebot für die Sanierung, das die Verwaltung auf Bitte des Ortsrates bei einer Holzwerkstatt eingeholt hat, umfasst mehrere Pakete, die außer den Holzarbeiten auch das Neueindeck-en des Daches und andere Arbeiten berücksichtigen, die aber Schritt für Schritt abgearbeitet werden können. Der Turm an sich ist leer. Dort werden schon seit dem Jahr 2ooo keine Schläuche mehr zum Trocknen aufgehängt. Aber den Raum neben dem Turm nutzt die Feuerwehr als Lagerraum. Der Turm ist Gemeindeeigentum, das Grundstück auf dem er steht ebenfalls. Historisches: Erbaut wurde er im Jahr nach der offiziellen Gründung der Freiwilligen Feuerwehr 1926 von der Firma R. Koch in Wennebostel. Friedrich Lüddecke aus Evenen, der die Chronik für Wennebostel layoutet hat, verfügt über Schriftstücke, die belegen, dass beschlossen wurde, im Schlauchturm einen Zementboden zu machen und einen Brunnenring als Bottich zum Schlauchreinigen einzubauen. 1928 bekam der Schlauchturm elektrisches Licht, Fußleisten an allen Podesten und ein zweites Geländer in Kniehöhe, später wurde noch ein Schutzbrett zum ersten Podest installiert.