Rettungsaktion für Eiche ist gelungen

Am Montag begann das von der Region Hannover beauftragte Unternehmen damit, die uralte Eiche in der Wennebosteler Ortsdurchfahrt in der Krone auszuästen und so zu entlasten. Fotos: A. Wiese

Ortsrat, Miteigentümer, Nachbarn und Region in Wennebostel sind jetzt zufrieden

Wennebostel (awi). Das Todesurteil war schon gesprochen: Die größte Eiche des Dorfes, die rund 850 Jahre alte „Mackensen“-Eiche am alten Forsthof war von Fäulnis befallen, die Region konnte die Verkehrssicherungspflicht für das Naturdenkmal mit rund sechs Meter Umfang nicht mehr übernehmen. Sie sollte fallen. Doch diese Eiche ist ein Kuriosum: Sie ist ein so genannter Grenzbaum. Die eine Hälfte steht auf dem Grundstück der Region, die andere im Garten von Karsten Treptow. Und der war absolut nicht bereit, seine halbe Eiche kampflos zu opfern. Zusammen mit Nachbarn und anderen Wennebosteler Bürgern finanzierte er ein zweites Baumgutachten durch die Gartenbauingenieurin und Sachverständige Claudia Amelung aus Hannover. Die Expertin konnte die Region bei einem gemeinsamen
Ortstermin mit den Anliegern und dem Ortsrat Anfang des Jahres überzeugen, dass es eine Rettungsmöglichkeit für das jahrhundertealte Wahrzeichen Wennebos-tels gibt: Gegen die Fäulnis am Stammfuß sind zwar auch die Baumexperten machtlos, aber durch eine Reduzierung der Eigenlast und der Windangriffsfläche durch massives Ausästen der mächtigen Krone kann die Gefahr so eingeschränkt werden, dass die Eiche weiterleben kann. „Zwar ist auch ihre Lebensdauer wie bei jedem Lebewesen beschränkt, aber dies ist auf jeden Fall eine lohnende lebensverlängernde Maßnahme“, waren sich am Montag Claudia Amelung, Günter Wendland von der Region, Ortsbürgermeister Achim von Einem, Karsten Treptow und weitere Anlieger einig, die die Ausästung beobachteten, einig.