Reyer kritisiert Europareiserichtlinien

Diskutierten über die neuen Europapauschalreiserichtlinien: CDU-Bundestagsabgeordneter Hendrik Hoppenstedt (Dritter von links) mit der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Editha Lorberg (Dritte von rechts) Hanne und Sebastian Reyer (Zweite von links und Zweiter von rechts) vom First Reisebüro in Bissendorf sowie die CDU-Mitglieder Susanne Kopp (links) und Gerhard Menke (rechts). Foto: A. Wiese

CDU-Bundestagsabgeordneter Hendrik Hoppenstedt ist auf Sommertour

Bissendorf (awi). Sommerzeit ist die Zeit der Wahlkreisbereisungen. Das ist auch beim CDU-Bundestagsabgeordneten Hendrik Hoppstedt nicht anders, und so stattete er letzte Woche der Wedemark einen Besuch ab. Morgens standen das neue Mehrgenerationenhaus und das First Reisebüro in Bissendorf auf dem Programm von Hoppenstedt und seiner Delegation. Nach der Mittagspause im Gasthaus Stucke haben die CDU-Politiker den Hof der Familie Backhaus in Plumhof besucht. Es sei schon beeindruckend, wie breit der Betrieb aufgestellt sei. Vom Ackerbau über Pferdezucht, Pferdepension und Biogasanlage bis zu den 200 Milchkühen ist der Betrieb modern und nach wissenschaftlichen Grundlagen aufgebaut. Das Tierwohl steht bei Familie Backhaus an erster Stelle. Sie öffnen gerne ihren Hof für interessierte Gäste. Über die Nachfolge muss sich das Ehepaar Backhaus keine Sorgen machen. Alle drei Kinder haben den beruflichen Schwerpunkt auf die Landwirtschaft ausgerichtet.
Bei der Firma fr-Sicherheitssys-teme konnten sich die Besucher von den vielen Möglchkeiten überzeugen lassen, wie von der Etagenwohnung bis zum Gewerbeobjekt ein möglichst hoher Schutz vor Einbruch erreicht werden kann. Uwe Rogge, der Chef von fr-Sicherheitssysteme, berät seine Kunden gemeinsam mit seinem Team am liebsten zuhause vor Ort, um einen optimalen Schutz und eine überzeugende Qualität anbieten zu können. Das Unternehmen hat bereits in Teilen der Elbphilharmonie und im Niedersächsischen Landtag die Sicherheit erhöht. Die Sicherung von Fluchtwegen und von Paniktüren gehört ebenfalls zu dem großen Angebot des Fachbetriebes.
Sehr ernst nimmt Hendrik Hoppenstedt die Sorgen, die sich Sebastian Reyer vom First Reisebüro in Bissendorf aufgrund der neuen Europapauschalreiserichtlinie macht. Das Gesetz dafür ist durch im Bundestag, muss nur noch durch den Bundesrat. Dennoch versprach Hoppenstedt, in einigen Punkten noch einmal nachzuhaken. Reyers Befürchtung: Insbesondere die kleinen Reisebüros werden hinten runterfallen, wenn die neue Richtlinie in Kraft tritt, die für die Reisebüros unter anderem einen Formularwust und eine Beratungspflicht bedeutet, bevor die Mitarbeiter überhaupt wissen, was der Kunde eigentlich möchte. Entwickelt sich das Beratungsgespräch anders als am Anfang eingeschätzt, hat der Mitarbeiter möglicherweise nicht das passende Formular ausgewählt und steht auf einmal als Reiseveranstalter statt als Reisevermittler da. Das aber hat ganz andere versicherungsrechtliche Konsequenzen. Die Versicherung, die daher alle Reisebüros abschließen müssen, kostet sie aber eine Menge Geld – zwei Prozent des Umsatzes muss versichert werden –, das sie nicht auf den Reisepreis draufschlagen können. „Die Europapauschalreiserichtlinie ist ein Bürokratiemonster“, beschwerte sich Sebastian Reyber beim CDU-Bundestagsabgeordneten, der sich zu diesem speziellen Thema gut informiert zeigte. Das Internet mache den Reisebüros ohnehin das Leben schwer, so Reyer. Hier setze der Verbraucher mit einem Klick ein Häkchen hinter den umfangreichen AGBs, im Reisebüro müsse er ab Mitte 2018 dann diverse Formulare ausfüllen. Dennoch habe die Buchung mit ausführlicher Beratung im Reisebüro immense Vorteile für den Verbraucher betonte Reyer und wies daraufhin, dass die Preise sich letztendlich nicht von denen im Internet unterschieden. Reyer selbst hat mit Blick auf die neue Pauschalreiserichtlinie mit der Entscheidung als First-Reisebüro unter das Dach der TUI zu schlüpfen den richtigen Schritt gemacht, über die neuen Bestimmungen ärgert er sich trotzdem. Hoppenstedt nahm mit, die Veranstalterhaftpflicht noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen.