Richtfest der Kinderkrippe am Teich

Während der Zimmermann auf das Gelingen des Baus trinkt, warten Kinderfreunde-Geschäftsführer Tim Arndt-Sinner und Ortsbürgermeisterin Jessica Borgas auf ihren Redeeinsatz.
 
Fröhliches Treiben am Freitagnachmittag beim Richtfest der neuen Kinderkrippe am Haus am Teich, die direkt neben dem Bestandsbau entsteht. Fotos: A. Wiese

Lob von Ortsbürgermeisterin und Bürgermeister für Verein der Kinderfreunde

Mellendorf (awi). Die neue Kinderkrippe, die gerade als Neubau auf dem Gelände des Hauses am Teich entsteht, feierte am Freitagnachmittag Richtfest: Nicht mit einem großen Kranz, sondern mit einem kleinen Bäumchen. Nur wenige Tage zuvor war nur die Bodenplatte zu sehen. Selbst die Anwohner staunten, in welchem Tempo die Krippe jetzt Gestalt annimmt. Sie ist in zweifacher Hinsicht ein Leuchtturmprojekt, betonte Bürgermeister Helge Zychlinski: „Als erste integrative Krippe in der Wedemark und mit einem einzigartigen Energiestatus ausgerüstet: die Krippe versorgt sich quasi selbst mit der nötigen Energie. Als Bauherr vom Verein der Kinderfreunde begrüßte Geschäftsführer Tim Arndt-Sinner die Gäste des Richtfestes mit dem Hinweis: „Unsere Krippe und das Wetter haben drei Gemeinsamkeiten: Beide liefern ein ständiges Gesprächsthema. Beide finden beinahe täglich statt. Und irgendeiner ist immer unzufrieden mit dem was geboten wird! Dennoch: Es gibt Tage an denen die Sonne scheint und es weder zu heiß noch zu kalt ist – so dass selbst dem eifrigsten Kritiker nichts einfällt, was er bemängeln könnte.“ Das Richtfest sei für jeden Bauherren ein besonderes Ereignis. Nicht nur deswegen, weil das Richtfest so etwas wie die Halbzeit eines Bauvorhabens anzeige, die Fertigstellung des Rohbaus, sondern auch deswegen, weil es jedem Anwesenden zeige, dass es mit dem Bau voran geht, das seine Vollendung in absehbarer Zeit bevorsteht. Bis zum Richtfest, meine Damen und Herren, war es allerdings schon ein langer Weg. Von der Planung der Architektinnen, die geduldig jeden noch so kleinen Wunsch umgesetzt hätten über die Statikprüfung und den Rohbau auf einem sicherem Fundament. „Dank des hervorragenden Zusammenspiels der Firma Hanne hier vor Ort und der Firma Hoffmeister aus Lamspringe können wir Dank guter Vorarbeit nach nur dreieinhalb Tagen heute Richtfest feiern“, freute sich Arndt-Sinner und dankte für die gute Arbeit. Ein Dankeschön ging aber auch an die Nachbarn für ihr Verständnis und die Toleranz, die pädagogische Leiterin, das Team in allen Einrichtungen und seine Familie, die in letzter Zeit zugunsten des Baus oft auf ihn verzichten müsse.
Ortsbürgermeisterin Jessica Borgas, die etwas blass um die Nase hoch oben auf dem Gerüst stand und versicherte, soeben mit dem Aufstieg eine große Mutprobe bewältigt zu haben, rief die Entwicklung der Kinderfreunde von der Elterninitiative mit Spielgruppen zum professionellen Kindergartenbetreiber mit Krippe, Kindergartengruppen und Hort in Erinnerung. Jetzt träten die Kinderfreunde sogar als Bauherr dieses Leuchtturmprojektes auf. Im Sommer gehe es los. Alle Plätze seien bereits vergeben. Bürgermeister Helge
Zychlinski sprach von einem fantastischen Gebäude, das hier neben dem Haus am Teich entstehe, betonte den Seltenheitswert integrativer Krippengruppen in ganz Niedersachsen und der Region Hannover und lobte die innovative pädagogische Einrichtung. Genauso bemerkenswert sei jedoch die Energieversorgung des Gebäudes, die aus diesem Grund auch von den Gemeindewerken mit 250.000 Euro gefördert werde. Das Gebäude versorge sich nicht nur selbst mit Wärme, sondern im Idealfall das Nachbargebäude noch mit. Auch Zychlinski erinnerte an die Anfänge des Vereins der Kinderfreunde, die heute der zweitbedeutendste Träger in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wedemark seien und Tim Arndt-Sinner und sein Team ein verlässlicher Partner. Doch noch immer sei nicht Schluss mit dem Ausbau der Kinderbetreuung in der Wedemark. Pläne für ein neues Projekt in Bissendorf habe er bereits in der Schublade.