Rudi Ringe führt die CDU-Ratsfraktion

Der neue CDU-Fraktionschef Rudi Ringe verabschiedete den bisherigen Sven Sobanski mit einem kräftigen Händedruck. Zum Fraktionsvorstand gehören außerdem (v. l.) Holger Bleich, Martin Schönhoff, Editha Lorberg, Susanne Brakelmann, Jessica Borgas und Wolfgang Kasten. Foto: A. Wiese

CDU setzt nach dem Mandatsverzicht von Sobanski auf langjährige Erfahrung

Wedemark (awi). Gut eineinhalb Jahre nach dem Nichtwiederantreten ihres Ratsfraktionschefs Jörg Onnasch hatte sich die CDU unter seinem jungen Nachfolger Sven Sobanski zu einer harmonischen Einheit zusammengefunden, die sachlich und zielorientiert in der Opposition arbeitete, da sorgt der berufliche Wechsel und der dadurch bedingte Mandatsverzicht von Sobanski erneut für Erschütterung in der CDU. Jetzt gehören die Zügel in erfahrene Hände, waren sich am Mittwochabend alle CDU-Ratsmitglieder inklusive der Nachrückerin Lydia Bock aus Bissendorf-Wietze einig und wählten einstimmig Rudi Ringe zum neuen Ratsfraktionschef. Ringe bringt eine reichliche Menge kommunalpolitische Erfahrung und Führungskompetenz und außerdem als Pensionär die nötige Zeit mit. „Wir sind froh, dass wir junge Leute in der Fraktion haben, für die ihr Beruf wichtig ist, da müssen wir akzeptieren, dass sie für Führungsaufgaben aus zeitlichen Gründen nicht zur Verfügung stehen“, erklärte Editha Lorberg. Als neuer Schatzmeister wurde Martin Schönhoff in den geschäftsführenden Fraktionsvorstand gewählt. Da Ringe bisher stellvertretender Ratsvorsitzender war, musste auch dafür ein Vorschlag unterbreitet werden. Die CDU wird Wolfgang Kasten für diesen Posten vorschlagen. Seinen Vorsitz im Ausschuss für Jugend und Sport wird Ringe an Jessica Borgas abgeben und in den Ausschuss rückt Lydia Bock nach. Ringe übernimmt Sobanskis Sitz im Finanzausschuss und im Verwaltungsausschuss. Neuer Stellvertreter im VA ist Achim von Einem. Im Beirat der KED sitzt künftig Holger Bleich, der dort bisher Stellvertreter war. Er werde den bisherigen Stil der Fraktionsführung beibehalten, kündigte Ringe an, und in „ruhiger und solider Form weitermachen“. Die CDU habe sich mittlerweile in die Oppositionsrolle gefunden und er habe Sobanski auch bisher schon einiges an Arbeit abgenommen, so dass nicht viel Neues auf ihn zukommen werde. Er sei dem Ruf der Fraktion gefolgt, betonte Ringe. Hätte es jüngere Kandidaten gegeben, wäre er nicht angetreten. Die Fraktion verfüge über junge Leute, doch die seien noch nicht so weit, die zeitintensive Führungsrolle zu übernehmen. Zudem seien Hintergrundwissen und Erfahrung in der Fraktionsführung wichtig.