Schmutziger Kick beim Kicken

Der Schlamm gibt den richtigen Kick beim Schlammfußballturnier der Landjugend Wedemark in Elze. Foto: B. Stache

Landjugend Wedemark organisiert zweitägiges Schlammfußballturnier

Elze (st). Der Schlamm gibt den richtigen Kick beim Kicken: „Sonst könnten wir ja auf einem normalen Fußballplatz spielen“, erklärte eine Teilnehmerin am Sonnabend beim Schlammfußballturnier in Elze. Bis in die Haarspitzen dringt der Schlamm nach erfolgreichem Spiel auf einem der 20 mal 9 Meter großen Spielfelder. Drei davon wurden für das Turnier am Wochenende am Ortsrand von Elze angelegt. „Die Freiwillige Feuerwehr hat die Spielfelder bewässert, die Firma Dolgner stellte Duschen auf und sorgte für die Warmwasserversorgung“, erklärte Louisa Backhaus aus Plumhof, Vorstandsmitglied der Landjugend Wedemark. Seit 2009 wird dieses Turnier zur großen Begeisterung von Spielern und Zuschauern durchgeführt. In diesem Jahr zum zweiten Mal auch für Kinder, die am Sonntag ihr Fußballkönnen im Schlamm zeigen durften. Am Sonnabend traten 20 Teams in vier Gruppen gegeneinander an, darunter die Mud Fire Fighters Mellentown, die Schlammmonster, die Kolenfelder Mädels und die Hopfenblütenteetrinker. „Gespielt wird mit zwei Halbzeiten á fünf Minuten. Ab dem Viertelfinale geht es in die K.-o.-Runde“, beschrieb Louisa Backhaus den Spielmodus. Als Sieger bei den Erwachsenen ging der GSV vom Schlammplatz, gefolgt von den Landeiern. „Das sind wahre Urgesteine unseres Schlammfußballturniers“, erklärte Louisa Backhaus. Dritter wurde der FC Haudaneben. Bei den Kindern erspielte sich das Team Schlammpackung den ersten Platz vor den Schlammkindern und den Bad Boys. Für das leibliche Wohl der Turnierteilnehmer und Zuschauer hatte die Landjugend in Eigenregie gesorgt – mit Bratwurst- und Getränkestand. An der Crêperie on Tour von Sebastian Manstein gab es süße und herzhafte Crêpes. „Mit der Veranstaltung möchten wir dazu beitragen, den ländlichen Raum und speziell die Wedemark als attraktive Gegend mitzugestalten und uns zugleich mit anderen Landjugenden auszutauschen und zu vernetzen“, machte Louisa Backhaus deutlich. Die Landjugend Hils aus dem Weserbergland nimmt in diesem Jahr zum zweiten Mal an dem Turnier in Elze teil. „Wir sind mit der Landjugend Wedemark, die uns eingeladen hat, befreundet“, erklärte Steffen Brunke von der Landjugend, deren Namen sich auf einen Mittelgebirgszug zwischen Alfeld und Stadtoldendorf bezieht, den 480 Meter hohen Hils. Die möglichen Einnahmen aus dem Schlammfußballturnier, für das die Wedemärker Organisatoren großen Aufwand betrieben, könnten eigene Aktionen der Landjugend finanziert werden, unter anderem Kanufahrten oder die Fahrt zur Grünen Woche im Januar 2017 nach Berlin.