Schöne Klänge für den guten Zweck

Lions-Präsident Ludger Selker (links) und Musikschulleiter Dieter Stein stießen beim Neujahrskonzert am Sonntag im Forum des Campus W auf die gute Kooperation der beiden Institutionen an.
 
Der jüngste Teilnehmer des Neujahrskonzertes war der achtjährige Anton Tepe, der zusammen mit seiner Lehrerin, der Hornistin Angelika Müller, mit dem Horn „Weißt du, wieviel Sternlein stehen“ vorspielte. Fotos: A. Wiese

Neujahrskonzert von Lions Club und Musikschule war bis auf letzten Platz besetzt

Wedemark (awi). Zum vierten Mal hatten die Musikschule Wedemark und der Lions Club Wedemark zum gemeinsamen Neujahrskonzert ins Forum des Campus W eingeladen, die einen zeichneten für die musikalische Gestaltung des Vormittags, die anderen für das leibliche Wohl der Gäste verantwortlich. Der Erlös geht eins zu eins an einen guten Zweck: In diesem Jahr werden die Lions damit den Deutschunterricht für Flüchtlinge in der Wedemark unterstützen, erklärte Präsident Ludger Selker bei der Begrüßung der Zuhörer am Sonntagvormittag. Wie jedes Jahr gaben sich die Lions große Mühe mit optisch ansprechenden Appetithäppchen und beim Ausschank der Getränke für die Besucher, darunter viele Angehörige der aktiven Musikschüler, die das Programm gestalteten, aber auch kulturell interessierte Wedemärker allgemein. Den Auftakt machte der Jüngste, nämlich der achtjährige Anton Tepe, der zusammen mit seiner Hornlehrerin Angelika Müller „Weißt du, wieviel Sternlein stehen?“ intonierte. Durch das Programm führte Musikschulleiter Dieter Stein mit seiner blonden Assistentin Joline Gerjets, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr bei der Musikschule Wedemark absolviert. Ab September ist dieser Platz wieder frei, warb Stein bereits für einen neuen FSJ-ler, der traditionell dieses Neujahrskonzert federführend organisiert. Die Mischung in diesem Jahr war auf jeden Fall gelungen. Das Gitarrenensemble String Thing, die Geschwister Halka und Vincent Hoffmann am Klavier, Pianist Linus Krüger, Jessica Tinnemann und Annika McGuigan mit ihrem Vivaldi-Allegro oder Flötistin Pia Echtermeyer als Trio mit Violinist Ruben Sacht und Lehrerin Diliana Michailov am Klavier – sie alle sorgten auf hohem musikalischen Niveau für ausgezeichnete Unterhaltung. Mit Josephine Müller „You raise me up“ und der äußerst temporeichen Polka der Hoffmann-Geschwister ging es in die Pause, die extra etwas länger gehalten war, damit die hungrigen und durstigen Besucher die Kasse der Lions für die Flüchtlinge in der Wedemark klingeln ließen. Nach der Pause machten die Saxophonics von Jorge Guerra, die Klarinettisten Henrike Distelhorst, Josina Schulte, Jette Kolbe, Jan Eric Stahlhut und Fiona Jane Bennet nicht minder hochklassig weiter. Auch der Klassik-Klezmer-Vortrag der Querflötistinnen Lea Fischer, Mira Stahlmann und Alina Euskirchen hatte seinen Reiz. Wie froh er sei, seinen Cellolehrer Roland Baumgarte schon so lange halten zu können, nachdem er zuvor in zehn Jahren sieben Cellolehrer verschlissen habe, betonte Dieter Stein in seiner lockeren Moderation. Mit Amelie Müller und Johannes Messow gab Baumgarte einen Einblick in seinen Unterricht auf diesem Instrument. Das Concerto in C-Dur von Johann-Sebastian Bach, das eigentlich für Orgel geschrieben ist, kam in der Bearbeitung als Violinkonzert gespielt von den Flötistinnen Pia Echtermeyer, Malin Bösler und Rebecca Braund sehr gut beim Publikum an. Einen fulminanten Höhepunkt bildete schließlich der temperamentvolle Auftritt von Celtic Fever: Der Ensemble-Mix aus jeweils zwei Violinen und Gitarren sowie drei Akkordeons schaffte es endgültig, dass die Zuhörer mit dem Gedanken „Schade, dass es schon zu Ende ist“ nach Hause gingen.