„Schotter, Asphalt und Sand – das geht“

Die Sandkuhle bei Borgas ist mit Abstand der publikumswirksamste Streckenabschnitt bei der Wedemark Rallye. Foto: Privat

Wedemark Rallye bleibt ein Motorsportereignis der ersten Kategorie

Wedemark (awi). 66 Fahrerteams, geschätzte 3.000 Zuschauer und dazu „Schotter, Asphalt und Sand im Norden, das geht“ – denn genauso lautete der Leitspruch der diesjährigen ADMV-Wedemark-Rallye, die am Sonnabend wie im Vorjahr an drei Hauptschauplätzen über die Bühne ging: der Sandkuhle hinter der Gärtnerei Borgas zwischen Mellendorf und Brelingen, einem Rundkurs zwischen Gailhof und Wennebostel und einem weiteren am Nachmittag am Kreuz des Ostens in Mellendorf.
Der Motorsportclub Wedemark als Ausrichter der Rallye bekam auch in diesem Jahr wieder sehr viel Lob von den Teilnehmern für die Organisation, die Herrichtung der Strecke und die Unterbringung der Teilnehmer, die ihre Fahrerlager zum größten Teil auf dem Festplatz hinter dem Schulzentrum aufgeschlagen hatten. Wie bereits im Vorjahr konnte Bernd Depping – zusammen mit seinem Schwiegersohn Marcus Hesse Hauptdrahtzieher der Rallye – zufrieden feststellen, dass sich der Campus W, als Einsatzzentrale hervorragend eignet. Diese Erkenntnis hatte Depping schon im vergangengen Jahr gehabt und hat daraufhin die Organisation der Gewerbeschau im Juni 2016 auf dem Gelände in die Hand genommen.
Die Wedemark Rallye hatte auch in diesem Jahr wie bereits im vergangenen für die Familie Depping eine Bedeutung, die über die motorsportliche weit hinaus ging. Als zweite Janina-Depping-Gedächtnisrallye erinnerte diese Veranstaltung an die vor zwei Jahren bei der Wartburg-Rallye in Thüringen zusammen mit ihrer Beifahrerin tödlich verunglückte Janina Depping. Ihr Herz hing an dieser Rallye, die 2013 kurzfristig abgesagt wurde, aber im vergangenen Jahr erstmals genauso ausgerichtet wurde, wie Janina Depping sie ursprünglich geplant hatte. In diesem Jahr standen beim 12. und 13. Wettbewerb die Läufe für den Schotter-Cup des Allegemeinen Deutschen Motorsportvereins auf dem Programm. Der erste Lauf ging klar an den Finnen Jaakku Kiskinen und seinen deutschen Co-Piloten Jukka Pollari und dieses Duo hatte dann auch beim zweiten Lauf die Nase vorn, zu dem deutlich weniger Teams antraten. Fahrer und Autos müssen bei einer solchen Rallye alles geben, und das obwohl Bernd Depping diesmal die Wasserdurchfahrt in der Sandkuhle deutlich entschärft hatte. Doch ein bisschen Schwund ist immer und so waren im zweiten Durchgang nur noch 45 Teams am Start, denn nicht alle Reparaturen lassen sich in den kurzen Pausen durchführen. Die Tageswertung gewann schließlich das Team Muschiol/Munkwitz mit seinem Renault Clio II mit 864 Punkten vor dem Team Liebehenschel/Wichura mit einem Citroen C2R2 und dem Team Goldbohm/Sommer auf VW Golf III. Die Kategoriewertung Schotter Cup sah Mark Muschiol und Kerstin Munkwitz schließlich vorne vor Charly Beck und SebastianKörniger. Im Fahrerlager gab der frühere Rallye-Europameister Armin Schwarz interessierten Fahrern Tipps und verriet ein paar Tipps und Kniffe.