Schüler präsentieren außergewöhnliche Kunst

Kunstleistungskurs gestaltet Ausstellung unter dem Titel “Frisch und Frei“

Wedemark (mm). Der Kunstleistungskurs der zwölften Klasse des Mellendorfer Gymnasiums hat am vergangenen Mittwoch zum vierten Mal eine Ausstellung im Bürgerhaus eröffnet. Der Titel "Frisch und frei". Die unter der Leitung von Kunstlehrerin Sylvia Beins arbeitenden Schüler Carina Lindner, Sean McGinty, Jessica Dölle, Nina Kautz, Ria Kraftschick, Chanh-Tin-Truong und Louis Häuser präsentierten ihre Werke mit sichtlichem Stolz. Die Schüler haben innerhalb von drei Semestern zu drei verschiedenen Themen rund 50 Bilder gemalt, getuscht und gezeichnet. Während dieser drei Semester haben sich die Schüler in- und außerhalb ihrer "Komfortzonen" kreativ ausgelebt und mal etwas anderes ausprobiert. Während der Unterrichtsstunden haben die Schüler unter anderem die Aufgabe bekommen, Bilder über Licht und Schatten, Stadt und Mensch oder auch Werbeplakate als Collagen oder Zeichnungen anzufertigen. Diese Arbeiten haben sie dann schließlich als Klausurarbeiten, Semesteraufgaben oder auch bloß als Unterrichtsaufgabe aufbekommen und diese jetzt in der Bürgergalerie Augenhöhe ausgestellt. Am Ende der Lernprozesse präsentierten die Schüler ihre Kunst vor ihren Mitschülern, beantworteten Fragen und müssen sich unter Umständen auch für ihre Kunst rechtfertigen und sich am Ende einem „größerem Kreis“ öffnen. Das Ziel des Themas ‚Licht und Schatten’ war es, Kunst zu machen, die sich nicht nur im Zeichenstil sondern auch von der Wirkung und der Art der Erstellung unterscheidet, wenn zum Beispiel mit Bleistift, Tusche oder auch nur einer Mine gearbeitet wird. Eine Aufgabe bestand zum Beispiel darin, eine Fensteraussicht zu entwerfen und diese bei verschieden Licht- und Witterungsverhältnissen zu malen. Dabei war es wichtig, dass es immer exakt der gleiche Ausschnitt war, den man in den folgenden Wochen gestaltet hat. Eine Arbeit die besonders heraussticht ist die von Ria Kraftschick. Ihr Bild stand unter dem Thema Licht und Schatten, bei der man eine aus dem Bild herausstechende Person malen sollte, die sich von den anderen unterscheidet. Ria Kraftschick hat diese Aufgabe so umgesetzt, indem sie eine schreiende Frau ohne Augen und wirrem Ausdruck gemalt hat die sich in einem Meer aus, so sagt sie, austauschbaren Gesichtern befindet. Die Grundlage der gesamten Arbeit war es, dass am Ende der drei Semester vier unterschiedliche Bildstudien und zwei eigentliche Arbeiten entstanden sind. Bürgermeister Helge Zychlinski eröffnete die Ausstellung und fand lobende Worte für die Werke der Schüler. Die Bilder werden bis Ende April in der Bürgergalerie im Rathaus im Foyer und den Lichtflure im Erdgeschoss und im ersten Stock zu sehen sein.