Schüler sollen Schulzentrum gestalten und erhalten

Anette Bertram (links) vom Gymnasium und Carmen Weiß von der IGS zeigen gemeinsam mit Gymnasiasten und Gesamtschülern die Baupläne des neuen Schulzentrums, die sie zugunsten des Schülerwohlbefindens ergänzen wollen. (Foto: S. Birkner)

GM und IGS klären Bedarf und Erhaltung des Neubaus

Mellendorf (sb). „Es ist eure Schule“, steht dick gedruckt am Ende eines Briefs, den bald alle Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Mellendorf und der IGS Wedemark in der Hand halten werden. Die beiden Schulen haben im Dezember eine Planungsgruppe ins Leben gerufen, die sich gleichermaßen mit der Ausstattung und der Instandhaltung des neuen Schulzentrums befasst. Besetzt ist das Gremium annähernd paritätisch von Gesamtschülern, Gymnasiasten und Lehrerinnen beider Schulen. „Für uns steht im Vordergrund, einen Ort zu schaffen, an dem sich die Schüler wohlfühlen“, erläuterte die Koordinatorin des Projekts, Anette Bertram, beim letzten Treffen am Montag. Zum Wohlbefinden gehöre einerseits die angemessene Ausstattung der Klassen- und Aufenthaltsräume und des Schulhofs, andererseits das bewusste und werterhaltende Benehmen der Schüler.
Die knapp 40 Klassen beider Schulen werden in dem Brief dazu aufgerufen, der Projektgruppe in den nächsten Wochen ihre Wünsche in puncto Ausstattung und Gestaltung des Gebäudes und insbesondere der Aufenthaltsbereiche zurückmelden. „Ganz egal, ob es dabei um die Möblierung, die Wandfarbe oder die Auswahl der Freizeitgeräte geht“, sagte Bertram, „entscheidend ist, dass wir auf den laufenden Planungsprozess Einfluss nehmen, wo immer wir können“. Wie die Gymnasiallehrerin zugab, habe die Gruppe bislang noch nicht mit Jörg Clausing von der Gemeindeverwaltung gesprochen, der als Fachbereichsleiter Bildung verantwortlich für den Schulzentrumsneubau ist. „Wir werden dennoch jede Chance nutzen, unseren Schülern zu Mitspracherecht zu verhelfen“, versicherte IGS-Lehrerin Carmen Weiß.Neben der Ausstattung wird sich die Projektgruppe in den nächsten Wochen und Monaten vornehmlich mit der Frage befassen, wie sie die Schüler dazu motivieren kann, das Gebäude sauber und intakt zu halten. Die Schüler sämtlicher Klassen sollen parallel zur Auflistung ihrer Einrichtungswünsche demnächst Gruppen bilden, die sich dann mit verschiedenen Bereichen des Schulzentrums wie Treppenhäusern, Außengelände oder Toiletten befassen. „Nach ersten Überlegungen wollen wir zum Beispiel Wettbewerbe einführen, in deren Rahmen die Lerngruppe mit den saubersten Klassenraum honoriert wird“, sagte Bertram. Beim Einsammeln und Auswerten der Wünsche und Vorschläge würden dann die Schülervertretungen beider Schulen behilflich sein. „Sie sollen die Vorschläge sichten, um anschließend die besten Ideen in die Gesamtkonferenzen beider Schulen zur Abstimmung zu geben“, erläuterte Bertram das weitere Vorgehen. Im Idealfall wolle die Projektgruppe ihre Arbeit mit einer für beide Schulen gültigen Hausordnung abschließen.