Schützenvereine werben für den Schießsport

Werben für den Schießsport: Matthias Kreth (SV Elze) mit der Armbrust beim Adlerschießen. Die Aufsicht führt Heiko Wucher vom SV Tyrol in Abbensen. Foto: B. Stache

Mit Infoveranstaltung auf der Suche nach neuen Mitgliedern

Bissendorf (st). Zehn Schützenvereine aus der Wedemark haben sich zusammengetan und am Samstag mit einer großen Informationsveranstaltung auf sich aufmerksam gemacht. Vor dem Schützenhaus Bissendorf konnten sich die Besucher ein umfassendes Bild über den Schießsport und das dazugehörige Vereinsleben machen. „Wir wollen mit dieser Veranstaltung als Tag der offenen Tür den Bürgerinnen und Bürgern der Wedemark den Schießsport näher bringen“, erklärte Christian Petereit, Vorsitzender der Schützengesellschaft (SG) Bissendorf. e.V. von 1902. „Den heutigen Tag haben wir um 11 Uhr mit Musik der beiden Bläserklassen 5.1 und 7.1 der IGS Wedemark begonnen.“ Das Angebot der Schützen konnte sich sehen lassen. Besuchermagnet war das Adlerschießen. Bei diesem alten Schützenwettbewerb wird mit einer Armbrust und Holzpfeil auf die einzelnen bemalten Holzteile des stilisierten Vogels gezielt. Mit jedem Treffer zerlegt sich das Wappentier mehr und mehr. Nebenan hatten Mitglieder der Bogensparte des Bürgerschützenverein Helstorf das Schießen mit Pfeil und Bogen vorbereitet. Den sicheren Umgang mit Schusswaffen zeigten die Bissendorfer Schützen in ihrem Schützenhaus. Dort wurde das Schießen mit Luftgewehr und -Pistole sowie dem Lichtpunktgewehr (für Kinder bis 12 Jahre) angeboten. Im Keller war der Schießstand für Kleinkaliberpistole und -gewehr. „Hier können wir bis zur Pistole 357 Magnum trainieren“, machte Petereit deutlich. Für die Besucher des Infotages gab es zudem einen kleinen Flohmarkt, um den sich zahlreiche Pavillons der einzelnen Schützenvereine gruppierten. So präsentierte sich beispielsweise der Schützenverein Tyrol in Abbensen von 1901 mit einer Ausstellung der aktuellen farbenfrohen und motivreichen Schützenscheiben 2014. „Scheibenmalerin Cornelia Kratz hat schon viele Schützenscheiben für Vereine in der Wedemark gemalt“, erklärte Vereinsvorsitzender Wolfgang Kasten aus Abbensen. „Ich restauriere sie auch“, ergänzte Cornelia Kratz, die nicht nur in Schützenkreisen einen Namen für ihre dekorative Malerei hat. Am Stand des SV Mellendorf von 1892 spiegelten zahlreiche Fotos das aktive Vereinsleben wider. Der Schützenverein Resse hatte seinen mobilen Schießwagen mitgebracht, der mit zwei Luftgewehrschießständen und einem Auswertplatz ausgestattet ist. An einer klassischen Kirmes-Schießbude, die der Schützenverein Meitze von 1921 aufgebaut hatte, versuchten die Besucher die Tonröhrchen zu treffen, um an die kleinen Preise zu kommen. Für das leibliche Wohl sorgte die Holzofenbäckerei Bosselmann mit frischem Brot, Brezeln und Kuchen, zudem waren ein Grill- und ein Getränkestand aufgebaut. „Ich freue mich darüber, dass die Schützen diese Idee hatten, gemeinsam für das Schützenwesen zu werben“, erklärte Bürgermeister Helge Zychlinski nach seinem Besuch. Wer sich für den Schießsport und das dazugehörige Schützenvereinsleben interessiert, kann sich an seinen örtlichen Verein wenden oder an Christian Petereit, Telefon 01 72 – 7 88 84 27.