Schwedische Delegation aus ‚Gnosjöregionen‘ besucht die Gemeinde Wedemark

Die achtköpfige Delegation aus Schweden wurde von Bürgermeister Helge Zychlinski (links), Carsten Niemann (hi. links) und der stellvertretenden Bürgermeisterin Rebecca Schamber (rechts) in Empfang genommen. Für das Bündnis für Familie stand Maria Cutrone (2. v. hi. rechts) als Gesprächpartnerin zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zur Verfügung. Foto: N. Mandel
Wedemark. Eine achtköpfige schwedische Delegation von „Business Gnosjöregionen“ besuchte vergangenen Dienstag die Gemeinde Wedemark. Die Wirtschaftsförderer aus den unterschiedlichen Kommunen der „Gnosjöregionen“, wozu die Kommunen Gislaved, Värnamo, Vaggeryd und Gnosjö gehören, waren bereits am Sonntagabend eingetroffen. Betreut wurden sie vom Wirschaftsförderer der Gemeinde Wedemark Carsten Niemann und dem Co-Gastgeber Dr. Hartmut Selle von hannoverimpuls. Am Dienstagvormittag empfing Bürgermeister Helge Zychlinski die Gäste im Bürgerhaus in Bissendorf. Im Anschluss daran stand ein Besuch bei der Firma Sennheiser an.
Bereits im Jahr 2010 wurde der erste Kontakt nach Südschweden durch den damaligen Bürgermeister Tjark Bartels und Wirtschaftsförderer Carsten Niemann geknüpft. Seit 2011 ist die Gemeinde Wedemark im Austausch mit der Kommune Gislaved.
Die Gnosjöregion ist so groß wie die gesamte Region Hannover, hat jedoch ungefähr so viele Einwohner wie die Gemeinde Wedemark, nämlich circa 30.000. Von den circa 3.800 Unternehmen, die „Business Gnosjöregion“ repräsentiert, sind viele inhabergeführte mittelständischen Unternehmen wie sie auch in der Wedemark anzutreffen sind. Aber auch Global Player wie zum Beispiel Thule finden sich in der Region. So gibt es einige strukturelle Parallelen zur Wedemark, die durch die guten Ost-West und Nord-Süd-Anbindungen über die Autobahnen sowie den Flughafen Langenhagen und den nahen Mittellandkanal ein strategisch günstiger Standort für viele Firmen ist.
Vor dem Empfang in der Wedemark standen am Montag der Besuch des Technologiezentrums Marienwerder und ein Besuch der Messe AG an. Ein Ergebnis des Treffens ist unter anderem ein geplanter Messeauftritt der Schweden bei der Wirtschaftsmesse in Hannover 2015. Damit wird an den Messeauftritt in Elze im Jahr 2013 angeknüpft, bei dem die Schweden Smaland als touristisch interessante Region präsentiert haben.
Anfang Oktober wird es einen viertägigen Gegenbesuch einer Wedemärker Delegation geben, an der auch Vertreter der Verwaltung teilnehmen. Die Wedemärker sind eingeladen, sich auf der Industriemesse im Mai 2015 in Anderstorp zu präsentieren. „Vieles ist möglich“, sagt Bürgermeister Helge Zychlinski und der Wirtschaftsförderer der Gemeinde Wedemark Carsten Niemann ergänzt: „Eine vertiefte partnerschaftliche Verbindung ist zukunftsweisend und birgt Chancen in diversen Themenfeldern für beide Seiten.“ Gemeinsam mit den Schweden ist vorgesehen, fachliche, wirtschaftliche, sowie auch bürgerschaftliche  Kontakte weiter zu vertiefen und Themen für den interkommunalen Austausch zu konkretisieren. Das Eruieren von EU-Fördermitteln für länderübergreifende Projekte steht dabei ebenso im Fokus, wie der Aufbau wirtschaftlicher Netzwerke. Es könnten Programme für den gegenseitigen Austausch von Schülern und Azubis aufgesetzt werden und der Erfahrungsaustausch im Bereich Vereinbarkeit Familie und Beruf, der auf der Wirtschaftsmesse Wedemark 2013 begonnen hatte, könnte fortgesetzt werden. Auch die Herausforderungen rund um die Themen demografischer  Wandel, Fachkräfte, Pflege und Ehrenamt könnten gemeinsam durchdacht werden.