Sechster Vortrag zum Thema Buchholz im 20. Jahrhundert

Joachim Plesse hielt am Sonntag seinen sechsten Vortrag zum Thema "Buchholz/Aller" im 20. Jahrhundert. 135 interessierte Dorfbewohner waren vor Ort. Foto:F.Krebs

Die Dorfbewöhner unterstützen den Vortrag von Joachim Plesse mit persönlichen Bildern aus der Vergangenheit.

Bucholz (fk). 135 Dorfbewohner erschienen am Sonntag zum sechsten Bildervortrag vom Buchhholzer Joachim Plesse. Dieser setzte seine Vortragsreihe zum Thema Buchhholz/Aller im 20. Jahrhundert fort. Im Mittelpunkt des Vortrages stand diesmal die Ausdehnung des Dorfes nach Nordosten sowie die Neusiedler, welche sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in dem Dorf ansiedelten. Zu Beginn seines Vortrags bedankte sich Joachim Plesse bei allen, die ihm Bild und Textmaterial aus den vergangenen Zeiten zur Verfügung stellten. „Besonders möchte ich mich bei Inge Fischer bedanken, ohne deren Übersetzung der alten Schriften das alles nicht möglich gewesen wäre“, bedankte sich der Buchhholzer. Joachim Plesse startete mit einem kurzem Rückblick auf die Vorträge eins bis fünf, um auch neue Zuhörer zu informieren. Buchhholz wurde erstmals am 22. Februar 1329 urkundlich erwähnt. Der Name lässt sich ableiten und bedeutet so viel wie Buchenwald. Unter anderem berichtete Joachim Plesse, dass Buchholz 1438 komplett abbrannte. So wurde der heutige „alte Ortskern“ nach dem Brand aufgebaut. Auch der Rezess von 1861, der zum Beispiel die Festlegung von Grenzen zwischen den Ortschaften oder die Aufteilung der Gemeinschaftsflächen in das Eigentum der Bauern beinhaltete, war am Sonntag Thema des Vortrages. Die Hofstellen Henke, Könnecker, Schühnhoff, Gemischtwaren Vogeler, die Gaststätte Averbeck wurden angesprochen. Besonders interessant waren die Entwicklungen der zentralen Punkte im Dorf wie das Lebensmittelgeschäftes Vogeler oder die Gaststätte Plesse, ehemals Lindenwirtschaft, zu beobachten. Durch zahlreiche Bilder unterstützte Joachim Plesse seinen Vortrag und so mancher Dorfbewohner erkannte auf dem ein oder anderen Bild sogar seine Verwandten. Nach einer Pause bei einem reichhaltigen Kaffee- und Kuchenbüfett ging Plesse noch auf die Planung der Allertalbahn um 1900 im Streckenabschnitt Buchholz, den Buchholzer Bahnhof sowie auf das Explosionsunglück vom 15. Oktober 1944 am Bahnhof in Lindwedel ein. Der Eintritt war wie immer frei und der Erlös des Vortrags von 655 Euro kommt diesmal in die Kassen der Buchhholzer und Marklendorfer Kinder- und Jugendfeuerwehr.