Sehen und gesehen werden bei Nacht

Peter Homann (von links), Wolfgang Baudis und Rudolf Lohmann sind beim abendlichen Joggen dank Kopflampe, reflektierender Bekleidung und Blinki deutlich zu erkennen. Foto: B. Stache

Mit Stirnlampe und reflektierender Bekleidung sicher joggen

Wedemark (st). Dass sich Jogger, Radfahrer und Fußgänger in der Dunkelheit mit Reflektoren ausrüsten, ist der Wedemärkerin Regina Nötel ein besonderes Anliegen. Als sie unlängst in den Abendstunden die unbeleuchtete Straße zwischen Meitze und Hellendorf mit dem Wagen befuhr, kamen ihr zwei völlig schwarz gekleidete Jogger entgegen. Auf der durch die Felder führende Straße sind 70 km/h erlaubt. „Ich fahre dort zu dieser Jahreszeit nicht 70, war aber trotzdem über die schwarzen Gestalten sehr erschrocken. Die Sicherheit der Menschen ist mir sehr wichtig“, schilderte Regina Nötel ihre nächtliche Begegnung. Der Helstorfer Peter Homann joggt zwei Mal in der Woche abends mit seinen Lauffreunden Rudolf Lohmann und Wolfgang Baudis. Auf seiner über acht Kilometer langen Strecke ist das sportliche Trio, das unter anderem den Marathon in New York und auf Hawaii gelaufen ist, auch in der Wedemark unterwegs. „Zu unserer Sicherheit tragen wir Kopflampen und Reflektoren an der Bekleidung, um von anderen, vor allem auch Autofahrern, gesehen zu werden“, erklärte Peter Homann. Die Stirnlampe dient den Läufern in der Dunkelheit als deutliches Signal und dem rechtzeitigen Erkennen von Baumwurzeln auf Waldwegen oder Unebenheiten beim Laufen auf Radwegen. Unter dem Motto „Sehen und gesehen werden“ empfiehlt beispielsweise die Verkehrswacht den abendlichen Joggern Laufschuhe mit reflektierenden Materialien sowie helle Bekleidung. „Eine Person mit Reflektoren wird schon aus großer Entfernung gesehen. Selbst bei 100 km/h kann ein Autofahrer rechtzeitig vor diesem plötzlich in der Dunkelheit auftauchenden Fußgänger anhalten“, heißt es in einem Themenheft der Unfallkasse Post und Telekom.