Sehr aktiv in der Nachwuchsarbeit

Ortsbrandmeister Christian Görries (von links) und Stellvertreter Arndt Gödecke mit dem stellvertretenden Gemeindebrandmeister Christoph Boss, der Ersten Gemeinderätin Susanne Schönemeier, dem stellvertretenden Abschnittsleiter Volker Kluth (rechts) und den Geehrten Manfred Trölsch (25 Jahre fördernd, (Vierter von links), Hans-Udo Vogelsang (25 Jahre fördernd), Renato Märtsch (25 Jahre aktiv) und den nach erfolgreichem Truppmann-1-Lehrgang zu Feuerwehrmännern ernannten Leon Kleine und Jonas Naujokat. Foto:

Feuerwehr Hellendorf leistete allein schon 2.856 Stunden Jugendarbeit

Hellendorf (awi). Die Nachwuchsgewinnung und die Arbeit mit den angehenden Feuerwehrmännern und -frauen hat in der Freiwilligen Feuerwehr Hellendorf einen großen Stellenwert. Die Wehr besteht aus 26 Aktiven, 21 Alterskameraden und zehn Jugendlichen. Von diesen sind zurzeit übrigens neun Mädchen. Zusammen mit den 138 fördernden hat die Feuerwehr Hellendorf 195 Mitglieder. Dass sich in den letzten Jahren die gesamte Feuerwehr verjüngt habe, merke man bei den Diensten und an der ganzen Motivation, trug Ortsbrandmeister Christian Görries bei der Jahreshauptversammlung am Sonnabend vor.
ELO-Einsätze für Hellendorf
Gestiegen ist die Zahl der Einsätze. Elf waren es im vergangenen Jahr, drei mehr als im Jahr davor. Zusammen mit den ELO-Einsätzen, an denen Hellendorf beteiligt war, kommt die Ortswehr sogar auf 22 Einsätze. Die Fachgruppe ELO wird bei Einsatzlagen ab dem Standardbrand, Unwettern und ähnlichen Einsätzen zur Unterstützung des Einsatzleiters eingesetzt. Sie übernimmt Aufgaben aus den Bereichen Sprechfunk, Lagekarte und Dokumentation. Das Personal der ELO setzt sich aus freiwilligen Einsatzkräften der Ortsfeuerwehren aus der Gemeinde Wedemark zusammen.
Sie besetzen im Einsatzfall den Einsatzleitwagen. Interessant seien die Einsatzzeiten, so Ortsbrand-
meister Christian Görries. Die meisten Einsätze gebe es tagsüber zwischen 12 und 18 Uhr, wenn die meisten zur Arbeit seien. „Da ist es gut, dass es Schichtarbeiter und lokale Bauern gibt“, spielte Görries auf die Tagesverfügbarkeit an. Viele Stunden investierte die Hellendorfer Wehr auch 2017 wieder in die Ausbildung. Einige der Themen waren Gefahren an der Einsatzstelle, die Gruppe im Einsatz, Bewegen von Lasten und Sprechfunk. Hinzu kamen die gemeinsame Atemschutzausbildung mit Mellendorf sowie die Teilnahme an einer Heißausbildung, einem Fahrsicherheitstraining und die Teilnahme an den ELO-Diensten. Außerdem gab es für die Feuerwehr Hellendorf im vergangenen Jahr diverse größere Übungen, beispielweise, gemeinsam mit Mellendorf, Gailhof und Brelingen, in der Grundschule Hellendorf mit Schwerpunkt Atemschutz. Die Wehr habe zudem das Glück gehabt, in zwei Abrissgebäuden üben zu dürfen, was für die Ausbildung sehr wichtig sei, weil sehr realitätsnah geprobt werden könne. Feuerwehrmitglieder besuchten diverse Lehrgänge und übten für Wettbewerbe. Zudem leisteten sie wertvolle Beiträge für die Dorfgemeinschaft: Sie stellten die Brandwache für das Osterfeuer und richteten einen Preisskat aus, begleiteten Schützenumzug und Laternenfest, beteiligten sich an der Dorfreinigung, am Volkstrauertag und an der Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge und unterstützten die Wedemark-Rallye.
82 Hydranten gewartet
Die Alterskameraden warteten alle 82 Hydranten im Bereich Hellendorf. Bei Rat und Verwaltung der Gemeinde bedankte sich Christian Görries für „die Materialgeschenke zu Weihnachten und den neuen PC“. Ein Dankeschön ging auch an den stellvertretenden Gemeindebrandmeister Christoph Boss und die Nachbarwehren, mit denen gute Zusammenarbeit gepflegt werde.
Jugendfeuerwehrwart Benjamin Klautke berichtete von 60 Diensten seiner zehn Jugendlichen, die insgesamt 2.856 Dienststunden leisteten. Darin enthalten sind Beiträge für die Dorfgemeinschaft, Üben für die Wettkämpfe und allgemeine Jugendarbeit. Bei den Gemeindewettkämpfen wurden die Hellendorfer Jugendlichen Dritte, auf Regionsebene Elfte und auf Bezirksebene 32.
Sie beteiligten sich zusammen mit Berkhof und Elze am zwölften Regionszeltlager in Neustadt, feierten euphorisch die Negenborner Jugendwehr nach dem Gewinn des Deutschen Meistertitels und packten 168 Päckchen für die Obdachlosenhilfe der katholischen Kirchengemeinde. Beförderungen gab es in Hellendorf diesmal nicht. Zu Feuerwehrmännern wurden nach Absolvierung des Truppmann 1-Lehrgangs Leon Kleine und Jonas Naujokat ernannt. Dazu gehört noch Hendrik Pflüger, der allerdings am Sonnabend an der Versammlung nicht teilnehmen konnte. Geehrt wurden Manfred Trölsch und Hans-Udo Vogelsang für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Ilona Meine nahm stellvertretend für ihren Vater Kurt Bölter Abzeichen und Urkunde für 40 Jahre Mitgliedschaft in Empfang.
Ausdrückliches Dankeschön
Unter dem Punkt Grußworte der Gäste bedankte sich die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier für die engagierte Arbeit der Feuerwehr. Sie freue sich, dass die Feuerwehr zu ihrem Vorstandsbereich gehöre. Es sei spannend und aufregend und man habe es immer mit hochmotivierten Menschen zu tun. Ausdrücklich richtete sich ihr Dank auch an die Angehörigen der Feuerwehrleute, die ihre Lieben oft entbehren müssten. Schönemeier ging auf das Fahrzeugkonzept ein und berichtete, dass es eine Besichtigung der Feuerwehrhäuser gegeben habe, um Prioritäten festzusetzen. Die lägen danach zunächst in Meitze und Berkhof.
6.756 Einsätze in der Region
Für den Ortsrat bedankte sich Felix Adamczuk für den Einsatz der Feuerwehr. Für die Feuerwehrführung schlossen sich der stellvertretende Abschnittsleiter Volker Kluth und der stellvertretende Gemeindebrandmeister Christoph Boss an. Kluth wies darauf hin, dass die Feuerwehren in der Region im vergangenen Jahr 6.756 Einsätze abgearbeitet hätten, das seien noch einmal fünf Prozent mehr als 2016, im Schnitt 19 Einsätze pro Tag.
Christoph Boss berichtete, dass es 2019 vier neue Fahrzeuge für die Wedemark geben werde, ein einheitliches Konzept für Technische Hilfeleistung in Vorbereitung sei, um Gerät und Ausbildung zu vereinheitlichen und so die Zusammenarbeit der Wehren untereinander zu vereinfachen. Und der stellvertretende Gemeindebrandmeis-ter ging auch auf den in Entstehung befindlichen neuen Schlauchpool am Bauhof ein, der von der Feuerwehr Hellendorf betreut werden solle. Abschließend bedankte sich Schützenvereinsvorsitzender Hartmut Pflüger für die Unterstützung der Feuerwehr beim Schützenausmarsch, der ohne diese gar nicht denkbar sei.