Seid alle herzlich gegrüßt, Eure Minnie

EXTRA-Verlagsleiter Thorsten Schirmer überreicht Petra Mensing die ersten gedruckten Exemplare von „Seid herzlich gegrüßt, Eure Minnie“, die es ab sofort in der ECHO-Geschäftsstelle und im Buchhandel gibt. Foto: A. Wiese

Petra Mensing hat die Memoiren der Bissendorferin Minnie Faltin veröffentlicht

Bissendorf (awi). Es gibt ein neues Schmankerl für alle, die heimatbezogene Literatur lieben: die Bissendorferin Petra Mensing (44) hat im EXTRA-Verlag ein Buch herausgegeben, in dem sie das Leben ihrer 1923 nach Amerika ausgewanderten Tante Minnie Faltin erzählt, beziehungsweise Minnie erzählt es eigentlich selbst. Denn als Grundlage für das 182 Seiten starke Werk mit vielen Fotos hat die promovierte Gartenbauerin und wissenschaftliche Bibliothekarin die Briefe verwendet, die Minnie ihrem Bruder (Petra Mensings Großvater) Friedrich Alschner über Jahrzehnte aus Amerika geschrieben hat. Bei ihren Recherchen zur Familiengeschichte stieß Mensing zudem auf Minnies auf 33 Seiten niedergeschriebenen Memoiren, ergänzte diese mit belegbaren Fakten und merkte ganz schnell, „dass diese Geschichte nicht in meiner privaten Schublade versteckt werden sollte“. Sie erinnerte sich an die Geschichte vom Brelinger Riesen, das erste Buch mit Heimat- und Regionalbezug, das im EXTRA-Verlag erschienen ist, und nahm Kontakt zu EXTRA-Verlagsleiter Thorsten Schirmer auf, den sie schnell für ihr Projekt begeistern konnte. Jetzt liegt „Seid alle herzlich gegrüßt, Eure Minnie“ vor. Für 28,50 Euro ist das wertig, gebundene Buch in der Geschäftsstelle des ECHO in Bissendorf, Burgwedeler Straße 5, erhältlich sowie im örtlichen Buchhandel bei Bücher am Markt in Bissendorf und von Hirschheydt in Mellendorf über die ISBN-Nummer 978-3-940441-09-6 zu beziehen. „Es liegt uns sehr am Herzen, Geschichte aus der Heimat über Buchprojekte zu dokumentieren und zu überliefern“, betont Verlagsleiter Thorsten Schirmer. Geschichte schlage in diesem Fall Brücken von Amerika nach Bissendorf. Viele Anekdoten und durchaus auch Dorfklatsch aus Bissendorf und von Familien, die hier schon seit Generationen und auch heute noch lebten, würden hier authentisch in Briefen transportiert, betont Thorsten Schirmer. Von Care-Paketen aus dem gelobten Land für die kriegsgebeutelten Deutschen habe jeder schon einmal gehört, aber selten eine solche Liste, die gegengezeichnet werden musste, live gesehen. Geplant ist, den Bissendorfern über Orts- und möglicherweise auch den Gemeinderat, das regionale Buchprojekt demnächst ausführlich vorzustellen. Doch wer bis dahin nicht abwarten möchte, kann sich durchaus schon mit der Biografie und den Berichten von Minnie Faltin auseinandersetzen, die von 1923 bis 1926 für den Botschafter von Santo Domingo gearbeitet hat, dann mit ihrem Verlobten und einer Familie, die früher die Kneipe in Bissendorf-Wietze betrieben hat, nach Kuba gegangen ist und kurz vor ihrem 100. Geburtstag in Champaign (Illinois) in Amerika gestorben ist. Demnächst mehr von Minnie und ihrem Bruder Friedrich im ECHO.