Selbsthilfetag 2014 am 22. November

Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wedemark, Mona Achterberg, und Michael Wilken von der Deutschen Patientenliga Atemwegserkrankungen bereiten den Selbsthilfetag am 22. November vor. Foto: A. Wiese

Unter dem Dach des Bündnisses initiiert Michael Wilken Veranstaltung zum dritten Mal

Bissendorf (awi). Wenn etwas erfolgreich ist, soll man es wiederholen, und natürlich jedes Mal optimieren. Das hat das Team rund um Initiator Michael Wilken vor, das am Sonnabend, 22. November, zum dritten Mal einen Selbsthilfetag in der Wedemark auf die Beine stellt. Unter dem Dach des Bündnisses für Familie stellen sich von 11 bis 14 Uhr im Bürgerhaus in Bissendorf 16 Gruppen vor, in denen Betroffenen von Krankheit, Sucht, aber auch Gewalt oder Behinderung ehrenamtlich geholfen wird. Neu ist, dass die Veranstaltung diesmal auch von Vorträgen zu verschiedenen Themen umrahmt wird, erklärten die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wedemark, Mona Achterberg, und Initiator Michael Wilken bei der Vorstellung des Projektes vor der Presse.
Wilken selbst ist Mitglied der Patientenliga Atemwegserkrankungen und COPD-Betroffener und Vorsitzender dieser Selbsthilfeguppen auf Regionsebene. Ihm ist ganz wichtig dass die Wedemärker diesen Selbsthilfetag 2014 nutzen, um sich über vorhandene Selbsthilfegruppen und Initiativen vor Ort zu informieren. Dabei ist der Tag nicht nur für direkt Betroffene gedacht. Auch für Angehörige und Interessierte ist diese Veranstaltung eine gute Möglichkeit, sich zu informieren, welche Gruppen es in der Wedemark oder in erreichbarer Nähe beziehungsweise wo und zu welchen Themen es Hilfestellungen gibt. Da geht es nicht nur um Drogen- und Suchtberatung, sondern auch um Selbsthilfegruppen zu den verschiedensten Krankheiten und Notlagen. Angemeldet haben sich der Arbeitskreis zur Inklusion von Menschen mit und ohne Behinderung, der Behindertenbeirat, der Sozialverband, der Ambulante Hospizdienst, der Bundesverband für Menschen mit Arm- und Beinamputationen, der Weiße Ring, die BEST-Beratungsstelle, die Christlichen Samariter (Sektenberatung), der Deutsche Diabetiker Bund, die Stiftung für Behinderte, die Tiertafel Animal Panel, die Deutsche Myasthenie Gesellschaft, KIBIS (Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle im Selbsthilfebereich), die Selbsthilfegruppe für Suchtkranke und Angehörige Mellendorf die Deutsche Patientenliga Atemwegserkrankungen (Selbsthilfegruppe Wedemark), und das Bündnis für Familie als Schirmherrin.
Um 11 Uhr wird Bürgermeister Helge Zychlinski den Selbsthilfetag 2014 eröffnen. Anschließend können die Besucher an den verschiedenen Ständen das Gespräch suchen und sich informieren. In einem separaten Raum werden parallel die Vorträge gehalten: um 11.45 Uhr spricht Michael Wilken über die Bedeutung der Selbsthilfegruppen im Rahmen einer patientenorientierten Medizin, um 12.15 Uhr stellt Bärbel Wille den Ambulanten Hospizdienst vor, um 12.45 Uhr referiert Michael Wilken speziell über chronische obstruktive Lungenerkrankungen, um 13.15 Uhr informiert Renate Löhr, Sprecherin des Behindertenbeirates, über Hörbehinderungen und Hörhilfen und um 13.45 Uhr hält Michael Wilken noch einmal einen Vortrag zum Thema Asthma. Im Buchgeschäft Bücher am Markt im Erdgeschoss des Bürgerhauses wird es begleitend zu der Veranstaltung einen Büchertisch mit empfohlener Literatur zu den unterschiedlichen Themen geben, kündigte Mona Achterberg zudem an. Für Besucher, die Hunger oder Durst bekommen, steht im Erdgeschoss das Kaffeehus Bahls zur Verfügung. Außerdem wird Renate Löhrs am Stand des Arbeitskreises ihre berühmte Inklusionssuppe anbieten, die nicht nur symbolische Bedeutung hat, sondern darüber hinaus auch gut schmeckt und sättigt.
Übrigens haben sich die Initiatoren des dritten Selbsthilfetages nach den Erfahrungen des Vorjahres entschlossen, von Anfang an das Bürgerhaus in Bissendorf als Veranstaltungsort vorzusehen. Der erste Selbsthilfetag hatte auf dem Parkplatz vor der Sparkasse stattgefunden, der zweite war dort bereits in Vorbereitung, als das Wetter den Gruppen einen dicken Strich durch die Rechnung machte und sie Hals über Kopf ins Bürgerhaus ausweichen mussten. Daher entschloss man sich in diesem Jahr von Anfang an für diese gut bedachte Lösung.