Seniorenbeirat hat viele Themen vor sich

Freudiger Anlass bei der Jüngsten Seniorenbeiratssitzung: Geschäftsführer Peter Jaax (l). gratulierte dem Sprecher des Gremiums, Rolf Reupke, nachträgiich zum 70. Geburtstag und überreichte eine Flasche Sekt. Foto: A. Wiese

Nachträgliche Glückwünsche zum 70. Geburtstag für Sprecher Rolf Reupke

Wedemark (awi). Die jüngste Seniorenbeiratssitzung hatte mit der Verabschiedung Peter Völckers (siehe Bericht rechts) einen wehmütigen und mit der nachträglichen Gratulation der Beiratsmitglieder zum 70. Geburtstag ihres Sprechers einen fröhlichen Auftakt. Dann jedoch hatte das Gremium eine straffe Tagesordnung abzuarbeiten, die einen Vorgeschmack dafür gab, wie umfangreich die Themenliste für die nächsten Monate für den Seniorenbeirat ausfällt. Sprecher Rolf Reupke berichtete, dass ein neuer Flyer über den Seniorenbeirat entworfen worden sei, am 31. Juli ein Seniorentag aller Bissendorfer Senioreneinrichtungen und der Kirchengemeinde veranstaltet werde und der Seniorenbeirat im Gespräch mit dem REWE-Markt Zwingmann sei, um die Auslieferung von Lebensmitteleinkäufen an Senioren organisieren zu können. Geschäftsführer Peter Jaax teilte mit, dass alles in die Wege geleitet sei, damit jetzt nach den Neuwahlen des Gremiums ein neuer Wegweiser aufgelegt werden könne. Jaax war zudem gemeinsam mit Günter Willers bei der Sitzung des Regionsseniorenbeirats in Hannover. Für die Wedemark interessant sei hier vor allem die Diskussion über Pflegestützpunkte in der Region. Sechs Stück sollen insgesamt eingerichtet werden, einer davon in Hannover, die anderen im Umland. Die Gemeinde Wedemark bemühe sich ebenfalls, einen Pflegestützpunkt vor Ort zu bekommen. Von der Gemeinde sei Fachbereichsleiter Jürgen Auhagen mit den Verhandlungen betraut. Außerdem brachten die Delegierten die Nachricht mit, dass die zurzeit verwaiste Stelle des früheren Wohnraumberaters Peter Sander, der in den Ruhestand gegangen sei, doch nachbesetzt werden solle. Die Wedemärker hätten im Regionsgremium kurz ihre Senioren-Studie vorgestellt, berichteten sie und brachten außerdem die Idee eines Seniorenkummerkastens mit.
Um die Erkenntnisse der Studie weiter verwerten zu können, soll jetzt eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Peter Jaax eingerichtet werden. „Wichtig für uns als Seniorenbeirat sind nicht die 90 Prozent, die bei der Umfrage ihre Zufriedenheit zum Ausdruck gebracht haben, sondern die anderen zehn Prozent“, betonte Sprecher Rolf Reupke. Um diese zehn Prozent müssten sich die Mitglieder kümmern. So habe die Umfrage ergeben, dass es rund 700 Personen gebe, die über kurz oder lang einen Umzug ins Auge fassten, weil sie mit ihrer derzeitigen Wohnsituation nicht mehr zurecht kämen. 63 Prozent davon wollten unbedingt in ihrem Wohnbereich bleiben. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf, weitere seniorengerechte Wohnungen zu schaffen, so Reupke. Auch auf die Frage „Von wem möchten Sie Hilfe im Haushalt?“ hätten 70 Prozent der Befragten geantwortet: „Von anderen Personen gegen Bezahlung.“ 80 Prozent hätten Pflegedienste genannt. Auch auf diesem Sektor gebe es also einiges zu tun, denn 50 Prozent der Befragten könnten sich im Falle einer Pflegebedürftigkeit auch vorstellen, in einer Wohngemeinschaft oder in betreutem Wohnen zu leben. „Betreutes Wohnen muss also von uns unbedingt unterstützt werden, zumindest ideell“, mahnte Reupke.
Noch keine Entscheidung ist in der Gemeinde bezüglich des Fußwegs Wennebosteler Kirchweg gefallen. Wie berichtet hatte sich der Seniorenbeirat dafür ausgesprochen, einen ein Meter breiten Streifen zu pflastern, um Senioren mit Rollstuhl oder Rollator die Benutzung zu erleichtern. Die Anlieger, die die Kosten übernehmen müssen, haben sich allerdings einmütig dagegen ausgesprochen. Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann habe nun angekündigt, eine erneute Anliegerversammlung einberufen zu wollen.