Seniorenbeirat zieht Bilanz

Detlev Witt (Mitte) ist der Ansprechpartner von Seniorenbeiratssprecher Rolf Reupke (r.) und Geschäftsführer Peter Jaax in der Verwaltung. Er wird auch den neu gewählten Seniorenbeirat ab März betreuen. Foto: A. Wiese

Einiges wurde abgearbeitet – aber nicht alles wurde umgesetzt

Wedemark (awi). Am 13. März wählen Wedemärker Bürger über 60 Jahren den neuen Seniorenbeirat. Zurzeit läuft die Suche nach Kandidaten. Sechs haben bereits fest zugesagt: Drei, die im aktuellen Beirat sitzen und drei Neukandidaten. Sprecher Rolf Reupke und Geschäftsführer Peter Jaax sind allerdings nicht dabei. „Wir sind beide 75, das reicht“, sind sie sich einig. Es ist ihnen allerdings nicht egal, was aus dem Seniorenbeirat wird, dem sie viele Jahre angehört haben und an dem ihr Herz schon so ein bisschen hängt. Und daher betreiben sie ganz eifrig Werbung für die Neuwahlen: Sowohl, was die Kandidatensuche betrifft, auch hinsichtlich einer guten Wahlbeteiligung. Gewählt wird in der Wedemark ausschließlich per Briefwahl. Das kostet die Gemeinde allerdings ein nettes Sümmchen und das war ein Gesichtspunkt, warum der Seniorenbeirat vor der letzten Wahl die Wahlperiode von drei auf fünf Jahre verlängert hat.
Mindestens zehn Kandidaten möchten Reupke und Jaax bis zur Wahl mobilisiert haben, dann gebe es bei sieben ordentlich gewählten Mitgliedern auch noch ein paar Nachrücker. Bei dieser Gelegenheit betonen beide übrigens, dass man dem Gremium ja nicht auf Biegen und Brechen fünf Jahre angehören muss – nur für den Fall, dass diese lange Amtsperiode den einen oder anderen Interessenten abschrecken könnte.
Guter Brauch eines jeden der bisher sieben Seniorenbeiräte ist es gewesen, einen Abschlussbericht vorzulegen. Und so halten es auch Reupke und Jaax. Darin wird geschildert, welches Mitglied in welchem Fachausschuss beziehungsweise übergeordneten Gremien vertreten war, welche Pflegeheime betreut und dass 26 Sitzungen durchgeführt wurden. Größere Projekte waren die Vorstellung und Auswertung der Seniorenstudie, die noch das Vorgängergremium in Auftrag gegeben hatte, Computerkurse in der Jugendhalle, der Besuchsdienst in den Pflegeheimen, der Flyer über den Seniorenbeirat und zum barrierefreien, seniorengerechten Bauen sowie die dritte Auflage des Seniorenwegweisers, außerdem Fahrschulaus- und weiterbildung und die Badefahrten nach Celle. Der Seniorenbeirat lud zur Wilhelm-Busch-Lesung mit Professor Menzel ins Bürgerhaus ein, feierte sein 20-jähriges Bestehen, engagierte einen Puppenspieler der Polizei und nahm als Schirmherr an der Seniorenmesse in Mellendorf und anderen Messen teil. Doch nicht alle bearbeiteten Sachthemen können zum Ende der Amtszeit als Erfolg verbucht werden: Als bisher ohne Erfolg werden der Fußweg am Wennebosteler Kirchweg, eine Verhinderung der Erhöhung der Friedhofsgebühren, das Merkblatt für Bauherren, ein zentraler Seniorentreff, ein Vorstoß für einen reinen Wedemärker Apotheken-Notdienst, behindertengerechte Zugänge zu Arztpraxen beziehungsweise barrierefreie Toiletten in den Praxen, eine andere Pflasterung für den Amtshof, eine Verbesserung des Zustands öffentlicher Wege, zum Beispiel, auf Friedhöfen, die kassenärztliche Zulassung einer Augenärztin in Bissendorf und der Bebauungsplan Stargarder Straße in Mellendorf aufgeführt, der nicht den Vorstellungen des Seniorenbeirats entspricht. Es herrscht also kein Zweifel: Auch der nächste Seniorenbeirat hat noch eine Menge zu tun.