Sennheiser gewinnt den Axia-Award 2010

Wedemärker Unternehmen für Innovation im Mittelstand ausgezeichnet

Wedemark. „Wissen, was der Konsument braucht, bevor er selbst es weiß“: Mit diesem visionären Anspruch hat der Audiospezialist Sennheiser immer wieder den Ton im Markt angegeben. Für seine Innovationskultur ist das mittelständische Unternehmen gestern in Hamburg mit dem Axia-Award des Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsinstituts Deloitte ausgezeichnet worden. Seit 2007 verleiht Deloitte den Axia-Award an Familienunternehmen, die sich durch ihre Innovationskraft auszeichnen. Die Jury würdigte Sennheiser für die beispielhafte Methodik, Produkte für neue Kundengruppen zu entwickeln. „Als deutscher Mittelständler leben wir davon, kreativer zu sein als andere. Jeden Vorsprung vor dem Wettbewerb verdanken wir unseren Ideen“, erklärt Volker Bartels, Sprecher des Executive Management Boards, Geschäftsführer Corporate Services. „Dass unsere Leistungen mit dem Axia-Award honoriert werden, ist für uns eine schöne Bestätigung.“ Schon der Firmengründer Fritz Sennheiser prägte den Satz, dass Ingenieure eine „Spielwiese“ brauchen. Kreative Freiräume sind bis heute ein wichtiger Teil der Unternehmenskultur. Sennheiser hat das Spielwiesen-Prinzip professionalisiert und baut dabei auf vier Säulen: Denkfabriken, Trendscouting, Innovationsnetzwerke und interdisziplinäres Arbeiten. Ungewöhnlich für ein mittelständisches Unternehmen ist die 2008 gegründete Sennheiser Innovation AG, eine Organisation, die sich ausschließlich mit Zukunftstrends befasst – jenseits von kurzlebigen Moden. In diesem „Thinktank“ mit Sitz in der Schweiz ergründen Marktforscher, Kreative, Betriebswirte und Techniker die Werte und das Verhalten des Konsumenten von übermorgen. Um bei neuen Technologien auf dem Laufenden zu sein, und auf welche Weise Sennheiser diese einsetzen konnte, sind Mitarbeiter aus Forschung und Entwicklung (F&E) weltweit als Technologiescouts unterwegs. Bei der technischen Umsetzung arbeitet Sennheiser eng mit renommierten Forschungseinrichtungen in Deutschland, den USA und Asien zusammen. Darüber hinaus liefern Markenkooperationen mit anderen Branchen Impulse. So entwickelte Sennheiser beispielsweise mit der Firma adidas Kopfhörer, deren Design, Technik und Preis speziell auf eine junge und sportliche Zielgruppe abgestimmt sind. Die Entwicklungsteams bei Sennheiser arbeiten interdisziplinär. Neben F&E-Experten sind zum Beispiel Produktmanager und Marketingspezialisten an den Projekten beteiligt. Die gemischten Arbeitsgruppen betrachten Probleme aus unterschiedlichen Perspektiven. So entstehen Lösungen, die technologisch überzeugen und mit Blick auf Konsumtrends optimal vermarktbar sind. Sennheiser regt außerdem seine Mitarbeiter an, ständig weiterzudenken. Über ein internes
Online-Tool kann jeder Kollege eigene Vorschläge einreichen – so entsteht ein Pool
an Ideen, aus dem Sennheiser bei Innovationen schöpft.