Siebter Seniorenbeirat ist gewählt

Das bedeutete Stress gestern vormittag für das Stimmenzählerteam der Gemeinde: 4.026 Stimmzettel galt es zu sortieren und zu zählen. Foto: A.Wiese

Rolf Reupke aus Mellendorf erhielt mit Abstand die meisten Stimmen

Wedemark (awi). Den ganzen Vormittag lang haben Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung gestern fleißig gezählt. Mittags stand das Ergebnis der Wahlen zum siebten Seniorenbeirat dann fest. Sieben der zehn Kandidaten sind gewählt: Es sind Rolf Reupke aus Mellendorf mit 923 Stimmen (22,9 Prozent), Peter Jaax aus Resse mit 491 Stimmen (12,2 Prozent), Anna Beckmann aus Abbensen mit 490 Stimmen (12,2 Prozent), Günter Willers aus Elze mit 448 Stimmen (11,1 Prozent), Wolfgang Jansen aus Bissendorf mit 420 Stimmen (10,4 Prozent), Rainer Gerth aus Bissendorf mit 376 Stimmen (9,3 Prozent) und Peter-Klaus Völcker aus Brelingen mit 315 Stimmen (7,8 Prozent).
Drei Nachrücker auf der Liste
Nicht im aktuellen Seniorenbeirat mit Sitz und Stimme vertreten, aber als Nachrücker auf der
Liste sind Horst-Eckhard Sievert aus Oegenbostel (225 Stimmen, 5,6 Prozent), Helmut Lohmann aus Bissendorf (209 Stimmen, 5,2 Prozent) und Michael Falder aus Mellendorf (109 Stimmen, 2,7 Prozent). 4026 Stimmen wurden abgegeben, davon waren 4.006 Stimmen gültig, 20 ungültig. Wahlberechtigt waren 7.632 Senioren, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 52,75 Prozent. Seit 1992 besteht in der Gemeinde Wedemark ein Seniorenbeirat als offizielle Interessenvertretung der Einwohnerinnen und Einwohner ab 60. Grundlage ist die Satzung für den Seniorenbeirat der Gemeinde Wedemark. Von den sieben, jetzt neu gewählten Mitgliedern waren fünf, nämlich Reupke, Jaax Willers, Gerth und Völcker auch bereits im sechsten Seniorenbeirat vertreten. Am längsten dabei ist Rolf Reupke, nämlich seit neun Jahren. In der letzten Periode des Seniorenbeirats war er Sprecher des Beirats. Der Sprecher wird von den Mitgliedern gewählt. Dabei ist das Stimmergebnis nicht ausschlaggebend. Dennoch orientiert sich die Wahl meistens doch am Stimmergebnis.
Dass Reupke diesmal mit weitem Abstand, nämlich 22,9 Prozent vor dem mit 12,2 Prozent der Stimmen gewählten Peter Jaax die meisten Stimmen erhalten hat, legt schon die Vermutung nahe, dass ihm die Mitglieder auch in der nächsten Periode das Sprecheramt antragen werden. Peter Jaax hatte in der letzten Periode das Amt des Geschäftsführers inne. Die Mitglieder des Seniorenbeirats betreuen seit Jahren in wechselnder Reihenfolge die Warmbadefahrten nach Celle, die von der Gemeinde bezuschuss werden. Die Termine für die nächsten Fahrten stehen bereits fest: 9. und 23. April. Der Termin für die konstituierende Sitzung des neuen Seniorenbeirats steht allerdings noch nicht. Laut Satzung muss er sich aber bis zum Ende des Monats April konstituiert haben. Einige Themen, mit denen sich das Gremium in neuer Besetzung wird beschäftigen müssen, liegen bereits auf der Hand: Da ist zum einen die Studie zur Lebensqualität der Senioren, die zwar durchgeführt, aber bei weitem noch nicht bis ins Detail ausgewertet wurde.
„Seniorenspielplatz“
Im Werden ist der „Seniorenspielplatz“ in Elze, der so nicht genannt werden soll, aber noch keinen anderen griffigen Arbeitstitel hat. Hierfür sind die Pläne bereits sehr weit gediehen. Angeschoben wurde er vom Seniorenbeirat, aber umgesetzt wird er vor Ort von den Elzern, allen voran Ortsbürgermeister Jürgen Benk. Der weiß zu berichten, dass Schachbrett und Figuren sowie einige andere Geräte bereits in der alten Schule lagern und auf ihren Aufbau warten, der in Kürze in Angriff genommen werden soll. Mit Macht in Schwung bringen muss der neue Seniorenbeirat den Besuchsdienst für die Altenheime. Hier war es in der Vergangenheit so gehandhabt worden, dass jedes Altenheim einem Mitglied des Seniorenbeirats als Betreuer zugewiesen wurde. Doch benötigen diese Betreuer dringend ehrenamtliche Unterstützung, um den Besuchswünschen aller einsamen Senioren in den Alten- und Pflegeheimen gerecht werden zu können.
Diese Ehrenamtlichen sind leider rar gesät. Der neue Seniorenbeirat wird dafür noch einmal mit einer Kampagne um Unterstützung werben. In der letzten Sitzung des alten Gremiums war außerdem angeregt worden, die Gepflogenheit wieder aufzunehmen, regelmäßig einen Austausch der ehrenamtlichen Betreuer untereinander bei Kaffee und Kuchen zu ermöglichen. Der Bedarf danach war mehrfach angesprochen worden. Der Seniorenbeirat hatte diese Treffen allerdings vor einigen Jahren mangels Beteiligung eingestellt. Es wird Aufgabe des neuen Gremiums sein, hier wieder Schwung hereinzubringen.