„So demotiviert man Ehrenamt“

CDU-Chef bezieht Stellung in Feuerwehrdiskussion

Wedemark (awi). Im Feuerschutzausschuss ist die CDU mit ihrem Antrag gescheitert, zur ursprünglichen Investitionsplanung zurückzukehren und in diesem und
nächsten Jahr das Geld für einen neuen Rüstwagen für die Mellendorfer Wehr einzustellen und erst danach die Fahrzeugersatzbeschaffung für die Berkhofer Feuerwehr vorzunehmen. Und auch der Antrag, den Feuerwehren pauschal eine Summe für die Reinigung ihrer Gerätehäuser zur Verfügung zu stellen, fand keine Mehrheit (das ECHO berichtete). Bei der CDU-Mitgliederversammlung am Donnerstagabend in Wennebostel hat CDU-Fraktionschef Jörg Onnasch klar Stellung in Sachen Feuerwehr bezogen: „‚Wir haben hier ein Feuerwehrkommando, das Ansprechpartner für die Verwaltung ist. Die sollen sagen, was angeschafft werden soll. Koordinator ist für uns ganz klar das Gemeindekommando“, erklärte Onnasch. Wer sich offen über die Empfehlung des Gemeindebrandmeisters und seiner Stellvertreter hinwegsetze, „nimmt Menschen nicht ernst, die ein Ehrenamt ausüben.“ Was das Kommando, sprich der Gemeindebrandmeister, für die Feuerwehr leiste, sei beispielhaft. „Wer Entscheidungen ohne Absprache an den ehrenamtlich Tätigen vorbei lanciert, demotiviert sie“, stellte Onnasch fest. Indem der Bürgermeister jetzt die Berkhofer Fahrzeugbeschaffung vorziehe, spiele er die Feuerwehren erneut gegeneinander aus und dies führe zu „einer Unwucht in der ganzen Feuerwehr“.