So kann der Bürgermeister Strom sparen

Auftakt der Kampagne „Strom abwärts“ mit Energie-Sparberatern der Klimaschutzagentur der Region Hannnover sowie der Umweltschutzbeauftragten der Gemeinde Wedemark im Haus des Bürgermeisters Tjark Bartels. Foto: E. A. Nebig

Unabhängige Energieberater kommen kostenlos ins Haus

Bissendorf (ne). Wer hätte sich nicht schon über hohe Stromrechnungen geärgert und sich gefragt: „Wie kann ich meinen Stromverbrauch senken und Geld sparen? - Die Beantwortung dieser Frage ist nun in der Wedemark kein Problem mehr. In Zusammenarbeit mit der Umweltschutzbeauftragten der Gemeinde Wedemark, Ursula Schwertmann, macht die „Klimaschutzagentur Region Hannover“ im Rahmen ihrer Kampagne „Strom abwärts“ bis zum 18. Juni Station in der gesamten Wedemark. Projektleiter ist Helke Neuendorf. Unter seiner Leitung bieten unabhängige Energieberater/innen bis zu diesem Datum einstündige, kostenlose Energieberatungen vor Ort in Wohnungen und Häusern an. Für 150 Beratungen stehen öffentliche Mittel zur Verfügung. Daher können die kostenfreien Termine nur nach Anmeldung im Kundenbüro der Gemeindewerke, am Langen Felde 5, vereinbart werden. Das Büro ist von Montag bis Donnerstag von 13 bis 17 und am Freitag von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Telefon: 05130/ 9 75 12 50. Die Energieexperten der gemeinnützigen Klimaschutzagentur und der Wedemärker EnergieBE informieren unter anderem darüber, wie zum Beispiel der Stromverbrauch durch ganz einfache Mittel und Verhaltensänderungen erheblich gesenkt werden kann. Dabei wird über Stand-by-Verluste aufgeklärt, der Stromverbrauch von Elektrogeräten in verschiedenen Schaltstufen gemessen, der optimale Einsatz von energiesparender Beleuchtung erläutert und über das Stromsparen mit Hilfe von TÜV-geprüften, abschaltbaren Steckdosenleisten informiert. Letztere werden bei Bedarf gratis zur Verfügung gestellt. Außerdem kann bei den Gemeindewerken Wedemark ein Umwelt-Sparkoffer gegen Pfand ausgeliehen werden. Er enthält leicht bedienbare Messgeräte; so zum Beispiel einen Zapfhahn-Wasserzähler und einen Wasserhärte-Tester. Letzterer ermöglicht es, festzustellen, wie bei Wasch-und Spülmschinen und der Körperpflege Wasser, Waschmittel und Strom gespart werden können. Bürgermeister Tjark Bartels wollte genau wissen, wie die Energieberater zu Werke gehen und lud diese zur Eröffnung der Energie-Spar-Kampagne in sein Haus in Bissendorf ein, da er der Meinung war, in diesem relativ neuen Gebäude gebe es wohl kaum noch etws zu sparen. Er irrte und staunte im Besein von Journalisten nicht schlecht, als der Gebäude-Energie-Berater Peter Czaikowski ihm bewies, wo noch gespart werden kann und wieviel Strom allein eine kleine Kaffeemaschine sowie ein TV-Gerät im Stand-by-Betrieb unnütz verbrauchen. „Das hätte ich nun wirklich nicht vermutet“, war der Kommentar des Bürgermeisters nach den Messergebnissen. Er empfiehlt daher den Wedemärkern, die Beratungsangebote im Rahmen der Aktion „Strom abwärts“ zu nutzen.