Sommertour macht bei Kunstschule Halt

Die CDU-Politiker der Wedemark besuchten heute vor einer Woche die Funktionären der Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark. Hier posieren sie auf der Treppe des ehemaligen Bademeisterhauses, das der Verein gerne verlassen würde. Foto: S. Birkner

CDU-Gemeindefraktion sucht Bürgerkontakt

Mellendorf (sb). Responsivität ist in der Politik ein wichtiger Bestandteil, wenn es um die Glaubwürdigkeit politischer Arbeit geht. Der Begriff beschreibt das Verhalten eines vom Volk legitimierten Vertreters, der sich gewissenhaft danach erkundigt, wie es denen, die er regiert, überhaupt geht. Er trifft politische Entscheidungen im Dialog.
Genau diese wichtige Funktion von Parteien und Politikern pflegt die CDU-Gemeindefraktion Wedemark derzeit auf eindrucksvolle Weise. Denn die andauernde Sommerpause der Politik, in der keine Ratssitzungen stattfinden, nutzen die Christdemokraten dazu, sich ein Bild von der Lage verschiedener Unternehmen und Sportvereine in der Wedemark zu machen. Bereits in der Mittwochsausgabe des ECHO wurde über die letzte Station der CDU-Sommertour, die DLRG, berichtet. Am vergangenen Mittwoch waren die CDU-Politiker auch bei der Mellendorfer Kinder- und Jugendkunstschule zu Gast.
Die Institution besteht in der Wedemark seit nunmehr fast 20 Jahren und ist im gesellschaftlich-kulturellen Bild der Gemeinde fest verankert. Der Verein zählt rund 100 Mitglieder.
„Jährlich haben wir für unsere Kurse um die 1000 Anmeldungen. Im ersten Halbjahr dieses Jahres waren es sogar 550“, freut sich Bernd Tschirch, der Geschäftsführer der Kunstschule. Fast 30 Dozenten arbeiten im Auftrag der Schule. Das Programm ist äußerst vielseitig und bietet für jedes Talent passende Förderkurse. „Die meisten unserer Kursteilnehmer sind zwischen drei und zehn Jahren alt“, verriet Tschirch. Angefangen mit ästhetischer Frühförderung, die Drei- bis Fünfjährigen die Grundlagen des Malens, Zeichnens und Gestaltens näher bringt, gibt es diverse Angebote im Kursprogramm der Kunstschule. Die jährlich stattfindende Theaterproduktion ist sicherlich eines der Aushängeschilder des Vereins, aber nicht der einzige Kunstbereich, der bei Tschirch und Co. thematisiert wird: Diverse Arten der Gestaltung, aber beispielsweise auch Fotoprojekte sind im Repertoire enthalten. Die Kurspläne können über die Internetpräsenz der Kunstschule (www.kunstschule-wedemark.de) abgerufen werden.
Ein wichtiges Augenmerk des Vereins, wie der erste Vorsitzende Peter Birkhäuser erklärte, liege auf dem Bestreben, das Angebot zu erschwinglichen Preisen anzubieten. „Wir verstehen uns als sozialer Verein, der es allen unabhängig von ihrer gesellschaftlichen Stellung ermöglichen möchte, an seinen Kursen teilnehmen zu können“, meinte Birkhäuser. Die Preise für die Leistungen seien seit zehn Jahren nicht mehr gestiegen und lägen bei rund 4 Euro pro Kursstunde, was bei einem sechsmaligen Treffen nur etwa 25 bis 30 Euro bedeuten würde.
Ansässig ist die Kunstschule schon seit mehr als einem Jahrzehnt im alten Bademeisterhaus am Mellendorfer Spaßbad. Es existiert nun zwar ein Vertrag mit der Gemeinde, der in verschiedenen Bereichen Planungssicherheit gewährleistet, dennoch möchte die Kunstschule gerne die Örtlichkeit wechseln. „Im Bademeisterhaus finden oft vier Kurse gleichzeitig statt. Das ist dann einfach zu viel“, sagte Tschirch und zeigte sich optimistisch, dass in nächster Zeit mithilfe der Gemeinde eine Lösung für das Problem gefunden werden könnte. Dank der intakten Responsivität weiß die CDU spätestens seit vergangenem Mittwoch, was zu tun ist... .