Sorge um junge Schleiereule

Die noch junge Schleiereule ruht sich ein wenig aus. Foto: B. Stache

Aufmerksame Bewohner beobachten das Tier

Hellendorf (st). Große Sorge hatte sich Karin Eichenberg aus Hellendorf um eine Schleiereule gemacht, die sie am Freitagvormittag in ungewöhnlicher Position entdeckte: Den Stamm eines schräg stehenden Baumes in Nachbars Garten hatte sich das noch junge Tier als kurzfristigen Ruheplatz ausgesucht. „Mein Mann und ich haben uns schon Sorgen gemacht, ob das Tier möglicherweise verletzt ist, weil es so offen dasaß“, erklärte Karin Eichenberg, die sich schon die Telefonnummer eines Tierarztes herausgesucht hatte. Das besorgte Ehepaar beobachtete den gefiederten Nachtjäger abwechselnd über eine Stunde lang. Schleiereulen erreichen eine Größe von 33 bis 35 cm, ihre Flügelspannweite beträgt bis zu 85 Zentimeter. Sie sind sehr hell und haben gegenüber der Waldohreule keine Federohren. Das herzförmige Gesicht mit den kleinen schwarzen Augen ist auffälligstes Erkennungsmerkmal dieses nachtaktiven Tieres, das am Tage an seinem Ruheplatz oder auch am Brutplatz zu beobachten ist. Nach etwa einer Stunde flog die Hellendorfer Schleiereule offensichtlich völlig gesund von ihrem Rastplatz davon – zur großen Erleichterung des Ehepaares Eichenberg.
 auf anderen WebseitenFacebookTwittern