SPD besuchte Spielkreis Zwergenburg

KiTa-Leiterin Marianne Hemme (l.) und Spielkreisleiterin Rosemarie Hemme-Zillmann (3. v. r.) empfingen die Vertreter der SPD mit (v. r.) Niklas Mühleis, Heiner Peterburs, Doris Heicke und Christa Bogenschütz. Foto: A. Wiese

Ausweitung der Krippenplätze hat Auswirkungen auf die Spielkreise

Elze (awi). Vertreter der SPD-Ratsfraktion sehen sich zurzeit unter anderem in den Kindergärten und Spielkreisen um. Am Dienstag war der sozialpolitische Sprecher der SPD, Heiner Peterburs, mit Niklas Mühleis, der künftigen SPD-Ratsfrau Doris Heicke und Christa Bogenschütz vom Mentoring-Programm im Spielkreis der Zwergenburg zu Gast. Bekanntlich hat der Rat mit Beschluss vom 18. Februar diesen Jahres die Zuschüsse für die Spielkreise gekürzt. Für alle acht Spielkreise in sieben Ortsteilen der Wedemark stünden insgesamt 5000 Euro zur Verfügung, erklärte Peterburs. SPD und Verwaltung hielten dies jedoch für verträglich, da auf Grund der Ausweitung der Krippenplätze in der Gemeinde die Nachfrage nach Spielkreisplätzen deutlich zurück gegangen sei. Das bestätigten Zwergenburg-KiTa-Leiterin Marianne Hemme und Spielkreis-Leiterin Rosemarie Hemme-Zillmann: „Wir haben uns auf die veränderte Nachfrage eingestellt und unser Gruppenangebot umgestellt.“ So gebe es jetzt eine neue Krabbelgruppe für Kinder von einem halben und dreiviertel Jahr. Ab Oktober werde zudem eine neue Säuglingsgruppe eingerichtet. Dort werde zum Beispiel einmal im Monat eine Hebamme vorbeischauen, es werde eine Stillberatung und Babygymnastik geben. Eine Gruppe für Kinder von ein bis zwei Jahren sei hingegen in diesem Jahr nicht zustande gekommen. Es habe dafür nur drei Anmeldungen gegeben, die jetzt in die Gruppe der Zweijährigen integriert würden. Es gebe seit dem Ausbau der Krippenplätze noch ungefähr 220 Spielkreiskinder in der Wedemark, resümierte Heiner Peterburs. Das Interesse der Eltern an einer kontinuierlichen Betreuung sei groß. In den Spielkreisen sei die Betreuung jedoch sehr individuell, manchmal nur an einem Tag der Woche. Dabei stelle die Krippe keine Konkurrenz für die Spielkreise dar, sondern gehe nur auf andere Bedürfnisse ein. KiTa-Leiterin Marianne Hemme wies darauf hin, dass die Kindergärten die Kinder heutzutage früher aufnähmen, oft schon zwei oder drei Monate vor dem Erreichen des dritten Lebensjahres. Die Zwergenburg habe in ihrer 2002 eingerichteten Krippe mittlerweile eine lange Warteliste abzuarbeiten. Es habe allerdings nach der Erhöhrung der Krippenbeiträge auch Absagen von Eltern gegeben, für die sich die Berufstätigkeit dann nicht mehr rechne. Niklas Mühl-eis betonte, Spielkreise seien trotz der Ausweitung der Krippen nicht überflüssig, sondern gerade wegen ihrer Flexibilität eine wichtige Ergängzung.