SPD: Die Oberschule ist kein Thema

„Keine schulpolitische Geisterfahrt in der Wedemark“

Wedemark. Der schulpolitische Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion, Helge Zychlinski, erteilt einer diskutierten Zusammenlegung der Hauptschule mit der Realschule eine klare Absage. Die zusammengelegte Schule würde dann nach dem Willen der CDU-Landesregierung den Namen Oberschule tragen. „Für diese schulpolitische Geisterfahrt steht die SPD in der Wedemark als Mehrheitsfraktion nicht zur Verfügung“, so Zychlinski. Die Landesregierung plane mit der Oberschule nur eine Mogelpackung, die nicht zu einer Qualitätssteigerung des Schulsystems beitrage. Sie schaffe im Gegenteil mehr Verwirrung und Ungleichbehandlung. „Es kann doch nicht ernsthaft sein, dass die CDU auf Landesebene nun eine siebte Schulform im Bereich der weiterführenden Schulen einführen will, anstatt das Bewährte zu fördern und auszubauen“, macht der SPD-Ratspolitiker deutlich. Es bestehe zudem die Gefahr, dass eine Art „Restschule“ entstehe, auf die ausschließlich Kinder gehen, die an der IGS keinen Platz bekommen haben oder vom Gymnasium „abgeschult“ werden. Außerdem sei es skandalös, wenn die CDU diese neue Schulform bei Klassenstärke, Lehrerausstattung, Ganztagsbetrieb und sozialpädagogischem Personal bevorzuge, während sie die anderen Schulformen am langen Arm verhungern lässt. Für eine Zusammenlegung von Haupt- und Realschule bedürfe es zudem der Akzeptanz durch die Eltern. Diese sehe Zychlinski jedoch nicht. „Wir haben immer gesagt, dass wir die Hauptschule erhalten, solange die Eltern diese Schulform anwählen“, unterstreicht der schulpolitische Sprecher die Position der SPD. An dieser Haltung habe sich nichts geändert und diese gelte weiter. Helge Zychlinski: „Frau Lorberg mag vielleicht alle paar Monate ihre Haltung zu Fragen der Schullandschaft ändern, die SPD bleibt aber ein verlässlicher und ehrlicher Partner von Eltern, Lehrern und Schülern. Auf unser Wort ist Verlass!