SPD-Fraktion stimmt dafür

„Kinderfreundliche Kommune“ soll kommen

Wedemark. In der Sitzung des Ausschusses für Jugend und Sport am Dienstag prallten die Meinungen der SPD- und CDU-Mitglieder aufeinander. Es ging um eine Beschlussvorlage für die Ratssitzung am 9. Februar. Darin bittet die Gemeindeverwaltung um Unterstützung, damit sich die Wedemark für das Projekt „Kinderfreundliche Kommune“ bewerben kann. Bereits im ersten Halbjahr 2014 hatte die Abteilung Jugendpflege der Verwaltung in einer Vorlage alle Ratsmitglieder über entsprechende Pläne und die sich daraus ergebenden Kosten informiert. Es habe, so die SPD-Fraktion, damals weder Nachfragen noch Bedenken gegeben. „Auch deswegen sind wir über die heutigen Bedenken aus der CDU-Fraktion so erstaunt. Warum hat sich vor gut einem Jahr niemand der anderen Ratskollegen gemeldet“, so die Jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Nadine Becker in einer Pressemitteilung. Becker erläuterte das umfangreiche Projekt, das auch vom Deutschen Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland begleitet werde. 2012 habe der Verein „Kinderfreundliche Kommune e.V.“ ein Pilotprojekt mit sechs Städten gestartet. Aus Niedersachsen beteiligte sich die Stadt Wolfsburg. Nach der erfolgreichen Erprobungsphase wurde das Projekt bundesweit ausgeschrieben. Die Gemeindeverwaltung hat sich, nachdem weder aus dem Gemeinderat noch aus dem zuständigen Ratsausschuss Bedenken geäußert wurden, um eine Teilnahme an dem Vorhaben beworben. Aus dem Bewerberkreis wurden insgesamt zehn Kommunen ausgewählt, die vor einer endgültigen Teilnahme einen Beschluss der zuständigen Gremien fassen müssen. Falls das Projekt zustande kommt, wird die Gemeinde in verschiedenen Vorhaben, teilweise auch mit wissenschaftlicher Begleitung, darin unterstützt, für Kinder und Jugendliche ein positives Umfeld zu schaffen. „Wir können in der Wedemark schon eine Reihe von Erfolgen aus den letzten Jahren nachweisen. Darauf wollen wir uns aber keineswegs ausruhen und unsere ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendpflege, die in den vergangenen Jahren sehr engagierte Arbeit ge-
leistet haben, weitere Anregungen und Hilfestellung geben“ so Nadine Becker. Es gehe nicht in erster Linie um ein Siegel, das auch nur für vier Jahre vergeben werde und jährlich 4.000 Euro koste, sondern vielmehr um die Beteiligung und Unterstützung für die Mitarbeiter. Mit der Beteiligung an diesem Projekt zeigten die Ratspolitiker nicht nur ihre Wertschätzung für die bisherige Arbeit, sondern allen potentiellen Interessenten für die Wedemark, dass hier Eltern mit Kindern nicht nur willkommen seien, sondern wirklich etwas für sie getan werde. Das müsste doch eigentlich allen Gemeinderatsmitgliedern 16.000 Euro in vier Jahren wert sein“, so Becker zum Schluss.