SPD-Frauen in Aktion für Lohngerechtigkeit

Traten für die Lohngerechtigkeit für Frauen ein: Die SPD-Frauen Afra Gamoori (von links), Karin Kuhlmann, Caren Marks, Daniela Mühleis, Nadine Becker und Rebecca Schamber. Foto: V. Schamber

Zehn Jahre EqualPayDay – kein Grund zum Feiern

Wedemark. Zehn Jahre EqualPayDay, das ist kein Grund zum Feiern, findet die Wedemärker SPD. Denn immer noch klafft in Deutschland ein Lohnunterschied von 21 Prozent zwischen Frauen und Männern. Deutschland gehört damit zu den drei Schlusslichtern in Europa. Die Wedemärker SPD-Frauen nahmen den 18. März zum Anlass, um auf genau diese Ungerechtigkeit hinzuweisen. Bis zu diesem Termin müssen Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten, um das gleiche Einkommen zu erwirtschaften wie Männer. „Die Herstellung von Lohngerechtigkeit ist auch ein politischer Auftrag", so Caren Marks, SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfrauenministerin. „Wir brauchen mehr Transparenz bei Löhnen, denn nur wenn Frauen wissen, was Männer in vergleichbarer Position mit vergleichbarer Arbeit verdienen, können sie ihr Recht und ihre Ansprüche geltend machen. Dazu trägt das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit bei“, erläutert Caren Marks. Weitere Bausteine zur Bekämpfung der Lohnlücke sind die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Einführung des Mindestlohns, das Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit, das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen und die Aufwertung sozialer Berufe. Um auf die Lohnungerechtigkeit aufmerksam zu machen, verteilte Marks gemeinsam mit den SPD- Frauen „Lohntüten“ rund um das SPD-Büro und den Bahnhof in Mellendorf. In den Tüten befand sich zwar nicht die Lohndifferenz, dafür aber viele Informationen zu diesem Thema.