SPD stellt Schadenskataster auf

„CDU nicht aus der Verantwortung entlassen“

Wedemark. Die Mitglieder der SPD-Fraktion werden in den kommenden Wochen und Monaten gemeindeeigene Immobilien besuchen, um den Sanierungsstau näher zu untersuchen. Zahlreiche verfallene Kindergärten, Schulgebäude, Feuerwehrgerätehäuser und Sporthallen wurden seit 2006 modernisiert. Hierfür investiert die Gemeinde nach Jahren der unterlassenen Gebäudeunterhaltung durch Beschlüsse der SPD-Fraktion Millionenbeträge. Zahlreiche weitere Gebäude der Gemeinde sind jedoch dringend sanierungsbedürftig. „Wir werden den Investitionsbedarf erfassen und auswerten und auf dieser Basis einen Zeitplan für die Instandsetzungen aufstellen“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Benk. Die Politik brauche für die Arbeit der kommenden Jahre ein umfassendes Bild über den Umfang der Schäden an den Gebäuden der Gemeinde. „Wir werden auch nach neuen Konzepten für Sanierungen suchen müssen. Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass die Gemeinde finanziell überfordert wäre, wenn sie alle Versäumnisse der Vergangenheit schnell aufarbeiten würde“, ist sich der SPD-Politiker sicher. „Wir werden durch die Besuche auch deutlich machen, dass unter der CDU-Ratsmehrheit die Gemeinde regelrecht kaputt gespart und Millionen an Vermögen durch falsche politische Entscheidungen verschleudert wurden“, fügte Benks Stellvertreter Helge Zychlinski hinzu. Der Zustand des alten Schulzentrums und die dringende Notwendigkeit des Neubaus habe schon gezeigt, dass die CDU mit ihrem Nichtstun der Wedemark eklatant geschadet habe. „Wir wollen nun genau wissen, wo überall die Leichen im Keller liegen und werden die Verursacher nicht aus Verantwortung entlassen“, so Zychlinski abschließend.