SPD über Amtshaus-Zustand entsetzt

Jürgen Benk, Jochen Pardey, Helge Zychlinski und Werner Husmann von der SPD nahmen mit Gemeinderätin Konstanze Beckedorf das Amtshaus für ihr Schadenskataster in Augenschein und probierten bei der Gelegenheit gleich die neuen Bänke auf dem Amtshof aus. F

Politiker und Verwaltung beginnen mit Begehung für das Schadenskataster

Bissendorf (awi). „Wir haben die damalige Ratsmehrheit aus CDU und FDP vor dem Ankauf des alten Busse-Hauses und heutigen Bürgerhauses eindringlich gewarnt, doch lieber erst einmal in die vorhandenen gemeindeeigenen Immobilien zu investieren und dringend notwendige Investionen vorzunehmen, doch unser Wort hatte ja damals kein Gewicht“, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Jochen Pardey gestern vormittag bei einer Begehung des denkmalgeschützten Amtshauses in Bissendorf für das von den Sozialdemokraten geplante Schadenskataster.
Die SPD-Ratsmitglieder wollen zusammen mit der Verwaltung in den nächsten Monaten alle gemeindeeigenen Gebäude in Augenschein nehmen, ein Schadenskataster und eine Prioritätenliste erstellen und spätestens Ende des Jahres mit ihrer Entscheidung in die Öffentlichkeit gehen, welche gemeindeeigenen Gebäude am dringendsten und mit welchem Aufwand saniert werden müssen und wo sich eine Sanierung nicht mehr lohnt und die Gebäude besser abgestoßen werden können. Vom Zustand des Amtshauses, insbesondere der Statik im Obergeschoss waren die SPD-Ratsmitglieder „schier entsetzt“. Hier hätte längst etwas passieren müssen, waren sie sich einig. Mittlerweile müsste nach ersten Kostenberechnungen mindestens eine Million Euro investiert werden, um das Gebäude erhalten und sinnvoll nutzen zu können, ließen sich die Politiker von Fachbereichsleister Robert Hesse und Gemeinderätin Beckedorf bestätigen – „bei der Finanzlage eine schwierige Situation“, so Jürgen Benk.