„SPD verschließt sich zu Lasten unserer Kinder“

Lorberg: Oberschule Chance für Bildungsangebot der Wedemark

Wedemark. „Ich habe die Reaktion des schulpolitischen Sprechers der SPD, Herrn Zychlinski, auf die Einführung der Oberschule bereits erwartet. Nur das Niveau übertrifft meine Erwartungen und zeigt deutlich, dass Zychlinski sich bisher mit den Eckpunkten der Oberschule kaum befasst haben dürfte“, erklärte die Landtagsabgeordnete Editha Lorberg auf den Pressebericht der SPD zur Schulstruktur in der Wedemark. Editha Lorberg sieht in der Stellungnahme Zychlinskis einen ideologischen Grabenkampf, der weder gerechtfertigt noch angebracht ist. Die SPD verschließt sich nach Ansicht Lorbergs vor den bildungspolitischen Herausforderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt. So müsse es möglich sein, dem Schulträger bei sinkenden Schülerzahlen ein attraktives Angebot zu geben, welches Schulstandorte sichert und eine hohe Durchlässigkeit garantiert. „Die neue Oberschule kann, muss aber nicht in der Wedemark eingeführt werden. Bevor die SPD sich aber so strikt gegen die Oberschule stellt, sollte sie sich mit den Vorteilen und Angeboten dieser Schulform beschäftigen“, so Lorberg. Es sei deutlich erkennbar, dass Zychlinski in der Oberschule nur eine Konkurrenz zur IGS sieht, anstatt die Optimierung des Bildungsangebotes für unsere Schülerinnen und Schüler in der Wedemark im Blick zu haben. Lorberg zeigte sich erfreut über die offene Haltung des Leiters der Konrad-Adenauer-Schule, Herrn Osing. „Diesem engagierten Schulleiter geht es um die Schülerinnen und Schüler seiner Schule. Herr Osing hat erkannt, welche weitreichenden und positiven Veränderungen eine Oberschule bringen würde“.
Lorberg erklärte weiter, dass es den meisten Eltern um eine möglichst hohe Durchlässigkeit geht und um eine offene Schullaufbahn, die solange wie möglich dem unterschiedlichen Entwicklungstempo der Kinder entgegenkommt. „Ich kann nicht verstehen, wie man gegen die Vorteile einer Oberschule sein kann: 28 Kinder pro Klasse, sozialpädagogische Unterstützung, verbesserte Ganztagsausstattung bis hin zu einer teilgebundenen Ganztagsschule, verbesserte Ausstattung mit Funktionsstellen und der Weg zum Abitur. Hoffentlich werden sich die Fraktionen Zeit nehmen, um die Option Oberschule sorgfältig und ideologiefrei zu überdenken, im Sinne unserer Kinder“, so Lorberg, die abschließend auf den Besuch des Kultusministers Althusmann, am 2. März in der Wedemark hingewiesen hat.