SPD: „Wedemark ein Wahlbereich“

Offizielle Entscheidung fällt in der Ratssitzung im Dezember

Wedemark (awi). In der Wedemark soll es bei den Kommunalwahlen am 11. September 2011 für die Gemeinderatswahl nur noch einen einzigen Wahlbereich geben. Diese einstimmig getroffene Entscheidung der SPD-Ratsfraktion, die zusammen mit FDP und Grünen die Mehrheit im Rat stellt, verkündeten gestern SPD-Fraktionschef Jürgen Benk und seine Vorstandskollegen Helge Zychlinski und Jochen Pardey der Presse.
„Der Gemeinderat arbeitet für die gesamte Wedemark, dann soll er auch von allen Bürger gewählt werden. Der Zuschnitt der bisher drei Wahlkreise war für uns ohnehin ein Problem“, so Jürgen Benk. Den Ort Resse dem Wahlbereich im Norden zuzuordnen habe nie wirklich Sinn gemacht und im Wahlbereich Mitte hätten wesentlich mehr Wahlberechtigte gewohnt als in den anderen beiden Wahlbereichen. Eine Schneidung in jetzt zwei Wahlkreise wäre äußerst kompliziert und nie wirklich gerecht hinzubekommen gewesen, sind Benk, Pardey und Zychlinski überzeugt. Nur das Argument, dass die Namensliste bei zwei Wahlbereichen übersichtlicher sei, sei kein Argument, so die SPD-Vertreter. Und auch die Platzierung der Kandidaten sei für die SPD-Fraktion kein Problem. „Platz vier im gedrittelten Wahlkreis ist genauso gut wie Platz 14 in der ganzen Wedemark“, so Benk. Die Kandidaten der SPD sähen das locker. „Das Hauptargument für einen Wahlbereich bleibt aber das eines niemals gerechten Zuschnitts bei zwei Wahlbereichen“, betont Benk. Der von der CDU veröffentlichte Vorschlag sei „schwierig nachvollziehbar“. Da alle Ratsmitglieder für die Bürger der Gemeinde arbeiteten, wäre es nur in Ordnung, dass auch jeder für jeden wählbar sei. Das erhöhe sogar die Identifizierbarkeit dem Gemeinderat, findet Helge Zychlinski. „Unser Ratsmitglied Niklas Mühleis ist sogar in der Vergangenheit mehrfach angesprochen worden, wie schade es sei, dass man ihn nicht überall in der Wedemark wählen könne“, berichtet Jürgen Benk. Er meint: „Nach 40 Jahren Wedemark sollten wir uns auch alle wie Wedemärker fühlen und wedemarkweit denken.“ „Eine Aufteilung in Wahlbereiche bedeutet eine Einschränkung der Wahlmöglichkeiten“, fügt Jochen Pardey hinzu. Auch der Ortsvereinsvorstand habe sich mit der Thematik beschäftigt und bei nur einer Gegenstimme ebenfalls für einen Wahlbereich gestimmt. „Und derjenige, der im Ortsvereinsvorstand noch dagegen gestimmt hat, hat sich dann im Gespräch auch so überzeugen lassen, dass er in der Fraktion mit uns gestimmt hat. Unser Abstimmungsergebnis war einstimmig“, betont Helge Zychlinski. Die Verwaltung werde einen offiziellen Vorschlag erst vorlegen, wenn das geänderte Kommunalverfassungsgesetz vom Landtag endgültig beschlossen sei, doch der Bürgermeister gehe davon aus, dass der Rat der Wedemark in seiner Dezembersitzung über das Thema Wahlbereiche abstimmen werde“, richtete Jürgen Benk aus. Die CDU-Fraktion hat die Diskussion mit einer Presseveröffentlichung in der vergangenen Woche in Gang gebracht. Sie hatte sich ausdrücklich für zwei Wahlbereiche ausgesprochen und auch bereits einen Vorschlag für einen möglichen Zuschnitt vorgelegt. 41 Kandidaten auf einer Liste seien zu viel, so Rudi Ringe und Editha Lorberg.