SPD will Schulsozialarbeit fortsetzen

Schulsozialarbeiter berichten über ihre Arbeit – SPD-Fraktion beeindruckt von Leistung

Wedemark. Im Rahmen des so genannten Bildungs- und Teilhabepaketes hat der Bund befristet Geldmittel zur Beschäftigung von Schulsozialarbeitern bereit gestellt. Die Gemeinde Wedemark hat von diesen Geldern Gebrauch gemacht und mit Anette Heinze und Martin Schröter zwei engagierte Schulsozialarbeiter beschäftigt. Die Bundesmittel laufen demnächst aus. Die CDU im Bund spricht sich entschieden gegen eine dauerhafte Gewährung aus. Sollte es der SPD in den Verhandlungen über die Große Koalition nicht gelingen, eine Verstetigung der Schulsozialarbeit aus dem Bundeshaushalt durchzusetzen, müsste die Gemeinde Wedemark entweder das Beratungsangebot an IGS, Gymnasium, Realschule und Hauptschule einstellen oder die Personalkosten selbst tragen.
Im Anschluss an einen sehr informativen Vortrag der beiden Schulsozialarbeiter hat sich die SPD-Fraktion einstimmig dafür ausgesprochen, die Schulsozialarbeit dauerhaft am Schulzentrum zu etablieren. „Diese Arbeit ist aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken“, so SPD-Fraktionschef Helge Zychlinski. Mehreren Hundert Kindern konnte in den letzten Monaten in teils sehr schwierigen Lebenslagen geholfen werden. Von Mobbing unter Mitschülern und Pubertäts sorgen über Eltern-Kind-Streitigkeiten und Angst vor Schulversagen bis hin zu Suizidgefährdungen konnten aufgefangen werden. „Sowohl die Beschäftigten als auch die Schüler, Lehrer und Eltern haben Anspruch auf eine dauerhafte Perspektive für die Schulsozialarbeit. Dieser Verantwortung darf sich die Gemeinde Wedemark nicht entziehen, auch wenn sich der Bund einen schlanken Fuß macht. Dafür werden wir im Rat und Verwaltungsausschuss werben“, stellte Zychlinski klar. „Vom Bund erwarten wir, dass er die Kommunen nicht im Regen stehen lässt und selbst Verantwortung übernimmt“, so der SPD-Politiker. Caren Marks, die für die SPD im Bereich Familie, Senioren, Frauen und Jugend an den Koalitionsverhandlungen in Berlin teilnimmt, berichtete im Anschluss an die Sitzung, dass sie am kommenden Montag in der Koalitionsrunde eine Verstetigung der Bundesmittel zum Thema machen werde. „Ich hoffe, dass sich die CDU in diesem Bereich endlich bewegt und die Notwendigkeit einsieht“, brachte sie ihre Hoffnung zum Ausdruck.