Sporthalle ist in einem Jahr fertig

Bürgermeister Helge Zychlinski (rechts) und Pellikaan-Geschäftsführer Pal Gerrits besiegeln ihre Zusammenarbeit im Sporthallenbau. Fotos: A. Wiese
 
Die neue Sporthalle aus Sicht der Zufahrt zum Schützenplatz. Der Schützenverein kann dort ab 2019 weiterhin sein Fest feiern und für die Oberstufenschüler von Gymnasium und IGS stehen 80 Parkplätze zur Verfügung.

Handschlag und Unterschrift besiegeln Vertrag zwischen Gemeinde und Pellikaan

Wedemark (awi). Bei einem Pressetermin mit Pellikaan-Geschäftsführer Paul Gerrits, Michael Werner von der Sikma GmbH, dem Unternehmen, das das Ausschreibungsverfahren begleitet und vo-raussichtlich auch die Baubegleitung übernehmen wird, hat Bürgermeister Helge Zychlinski am Freitag den Vertrag mit der Baufirma für die neue Sporthalle unterzeichnet, die auf dem Schützenplatz entsteht. Das Projekt mit einem Bauvolumen von drei Millionen Euro soll zum Schuljahresbeginn 2018 fertig sein, bestätigten auch Susanne Bischoff und Kay Petersen aus dem Fachbereich Bauen. Michael Werner von der Sikma skizzierte noch einmal kurz den Verfahrensablauf: Die Gemeinde habe sich wie bei Schulzentrum und Rathaus zu einem innovativen Ausschreibungsverfahren entschlossen und den Auftrag schließlich an einen Generalunternehmer vergeben, um so alle Bau- und Planungsleistungen aus einer Hand zu bekommen. Das habe sowohl Kosten- als auch Terminvorteile. Die Sikma habe mit dem Fachbereich Bauen gemeinsam die Ausschreibungsunterlagen erstellt und sehr genau beschrieben, was man haben wolle bezüglich Funktion, Rahmenbedingungen und Qualitäten. In Verhandlungsgesprächen seien die Entwürfe optimiert worden. Wichtig sei bereits bei der Ausschreibung gewesen, dass der Hallenbau eine weitere Nutzung des Platzes als Schützenplatz erlaube und 80 Parkplätze für Oberstufenschüler vorgehalten werden könnten. Das sei gelungen. Der Zuschlag ging an das auf den Sportstättenbau spezialisierte Bauunternehmen Pellikaan mit niederländischen Wurzeln, das selbst unter anderem sieben Fitnesscenter betreibe. Die Zweifeldhalle werde pro Hallenteil zwei Umkleidebereiche mit Gemeinschaftsduschen bekommen, neben den üblichen Sanitäranlagen auch eine Behindertentoilette, außerdem Lehrerumkleide und zwei separate Geräteräume. Gespart werde an Verkehrsräumen, betonte Gerrits und wies auf das Foyer hin, das den Blick nach draußen ermögliche. Der mittlere Baustandard schließe den Doppelschwingboden mit ein. Außen werde der in der Wedemark übliche rote Verbundstein verwendet. Im oberen Teil seien die Sandwichelemente aus Metall mit hohen Dämmwerten. Die Nordseite wird komplett mt einem Lichtband verglast, das gleichzeitig zur Belüftung dient. Das Folienflachdach ist schräg geneigt und hat eine Rinne, damit das Wasser außen abfließen kann. Innen wird eine zweieinhalb Meter hohe Prallschutzwand und im oberen Bereich Sandwichpaneele verbaut. Die neue Turnhalle wird an die Heizanlage des Schulzentrums angeschlossen. Ende diesen Jahres rechnen Gerrits und der Bürgermeister mit dem ersten Spatenstich für die Halle, die rechtzeitig vor dem Schulstart im August 2018 fertig sein muss. Der Schützenverein Mellendorf wird sein Schützenfest dann lediglich im nächsten Jahr woanders feiern müssen, weil der Platz während der Bauphase nicht zur Verfügung steht. „Wir werden dann endlich ausreichend Hallenkapazitäten für den Schulsport zur Verfügung haben und was im Nachmittags- und Abendbereich an Zeiten überbleibt, steht den Vereinen zur Verfügung, so Zychlinski.