Sportpferde aus bäuerlicher Zucht

Gudrun Pieper und Heiner Ehlen besichtigten den Betrieb von Jürgen Rump.

Pieper besuchte Betrieb Rump in Norddrebber

Norddrebber. Sportpferde aus bäuerlicher Zucht. Mit diesem Slogan wirbt der Pferdezuchtbetrieb Rump aus Norddrebber. In den vergangenen Jahren hat sich das Unternehmen von Jürgen Rump unter Pferdeliebhabern einen Namen gemacht. „Wir züchten vier bis sechs Fohlen pro Jahr“ erläuterte der Betriebsleiter der Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper (CDU) als diese kürzlich den Hof, gemeinsam mit dem ehemaligen Landwirtschaftsminister Heiner Ehlen, besuchte. In über 15 verschiedene Länder sind die Hannoveraner aus Norddrebber bereits verkauft worden. Als Unternehmer kann Jürgen Rump mit seinem Sohn Henrik somit optimistisch in die Zukunft schauen. Skeptisch sieht er, der auch als stellvertretender Vorsitzender im Hannoveranerverband aktiv ist, allerdings neue bürokratische Vorgaben. Seit dem 1. Juli 2009 müssen gemäß einer EU-Verordnung alle neugeborenen Fohlen mit einem implantierten Chip gekennzeichnet werden. „Hier wird mit einer jahrhundertealten Tradition gebrochen“, so Rump. „Das Brandzeichen war seit jeher ein eindeutiges Identifizierungsmerkmal und bot dem Käufer Sicherheit. Wir wollen daher vom Verband versuchen, es zu erhalten. Chips können zerstört werden, ein Brandzeichen hält ein Leben lang und ist für die Tiere nicht so schmerzhaft“, so Jürgen Rump. Außerdem hat jedes Pferd einen eigenen Pass mit DANN und Röntgenbildern. „Mehr Sicherheit kann man nicht geben. Das ‚chippen’ stellt eine zusätzliche Belastung dar“, so Rump zu den beiden Abgeordneten. Heiner Ehlen und Gudrun Pieper versprachen, die Einwände mit in den Agrarausschuss zu nehmen. Pieper betonte abschließend, dass Anregungen, Ideen oder auch Einwände der Grund ihrer Sommertour sind. „Mir ist es wichtig, soviel Fach- und Sachkompetenz mit nach Hannover zu nehmen, um anstehende Beschlüsse sachgerecht zu treffen“, so Pieper.