Sportring-Auflösung ist jetzt perfekt

Einen Korb voller Akten zur Archivierung übergab der als Liquidator eingesetzte kommissarische Vorsitzende Wilfried Busche am Montag an die stellvertretende Fachbereichsleiterin Esther Bänsch. Foto: A. Wiese

Gemeinde vergibt Gelder aus Sportring-Vermögen auf Antrag an Mitglieder

Wedemark (awi). Zwei Dinge sind vom Sportring Wedemark übrig geblieben: Ein Wäschekorb voller Akten, die bei der Gemeinde jetzt archiviert werden, und eine nicht unbeträchtliche Geldsumme, nämlich rund 6.500 Euro. Dieses Sport-ringvermögen, das vor allem aus bereits generierten, aber nicht mehr ausgeschütteten Geldern für die Sportlerehrung stammte, fällt satzungsgemäß an die Gemeinde und ist zweckgebunden: Ehemalige Mitgliedsvereine des Sportrings können bei der Verwaltung Anträge auf Förderung bestimmter Projekte stellen. Verwaltungsintern wird dann darüber befunden. Das erklärten am Montag der kommisarische Vorsitzende und offizielle Liquidator des Sportrings Wedemark, Wilfried Busche und die stellvertretende Fachbereichsleiterin Esther Bänsch, die von Busche die Akten entgegennahm. 2015 hatten die Mitgliedsvereine offiziell die Auflösung des Sportrings beschlossen, nachdem sich ihnen der Sinn nicht mehr erschlossen hatte, da eigentlich alle Vereine selbst ihre Angelegenheiten mit Gemeindeverwaltung und Regionssportbund regelten. Doch die Formalien zogen sich: Fachanwalt, Gericht und Finanzamt waren involviert und erst letzte Woche bekam Busche, der diese Angelegenheiten gemeinsam mit dem Schatzmeister Udo Bitterkleit geregelt hatte, die offizielle Nachricht, dass jetzt alles geklärt sei. Sportring Wedemark – das war einmal. „Wir sind jetzt die einzige Kommune im Umland ohne Sportring“, stellte Busche fest und konnte sich ein wenig Wehmut nicht verkneifen. Es gebe nun nicht nur keine Sportlerehrung mehr, sondern die Fördergelder der Gemeinde für die einzelnen Vereine, die der Sportring früher automatisch weitergeleitet hatte, werden jetzt nur noch auf Antrag bis März eines Jahres ausgeschüttet. „Das hat schon in diesem Jahr bei vielen nicht geklappt und das Geld war futsch“, weiß Busche zu berichten, bei dem sich besagte Wehmut aber auch mit Erleichterung mischt, die Bürde jetzt endlich ablegen zu können. Busche war insgesamt viereinhalb Jahre dabei und hatte den Sportring nach dem Rücktritt Joachim Brandts 2014 kommissarisch geführt.