Staatliche Anerkennung gefeiert

Die Lehrkräfte der Montessori-Schule freuen sich über die staatliche Anerkennung ihrer Arbeit. Von links: Schulleiterin Stephanie Rifai, Eva Henze und Ruth Langhans. (Foto: T. Schirmer)

Montessori-Schule hat Anlaufphase erfolgreich abgeschlossen

Bissendorf/Wietze (sch). Mit einer Feierstunde am vergangenen Dienstag beging die Schule auf Entdeckungsreise in Bissendorf-Wietze den erfolgreichen Abschluss ihrer dreijährigen Anlaufphase. Mit der nun erfolgten staatlichen Anerkennung wird die Montessori-Schule ab dem neuen Schuljahr mit öffentlichen Mitteln gefördert. Um dieses wichtige Ziel zu erreichen, musste entsprechend den Regularien der Landesschulbehörde eine dreijährige Anlaufphase aus eigenen finanziellen Mitteln bestritten werden. Am Ende der Bewährungsfrist hatte die pädagogische Arbeit der Schule noch einmal einer genauen Prüfung standzuhalten, bevor die staatliche Anerkennung ausgesprochen wurde. So war denn auch die Freude und der Stolz auf das Erreichte für den Schulträgerverein Montessori-Projekt Wedemark e.V. Grund genug, das Etappenziel auf dem Weg zu einer etablierten Instanz in der heimischen Schullandschaft gebührend zu feiern. Schulleiterin Stephanie Rifai eröffnete die Veranstaltung mit einem Rückblick auf die Entwicklung der Schule. Im Anschluss hielt Prof. Dr. Klaus K. Urban von der Leibniz Universität Hannover einen Vortrag, in dem er über die Voraussetzungen referierte, die unsere Kinder zur freien Lernentfaltung brauchen. Lobende Worte fand Urban auch für das Schulkonzept. Wenn es in seinen wesentlichen Ansätzen im Schulalltag umgesetzt werde, sei dies ein herausragender Erfolg. Dass dies tatsächlich gelebte Realität an der Schule auf Entdeckungsreise sei, konnte Schulleiterin Stephanie Rifai nicht zuletzt mit dem Erfolg der staatlichen Anerkennung belegen. Auch einige bemerkenswerte pädagogische Projekte aus der Elternschaft dokumentieren den besonderen Geist der Schule. Überhaupt seien die Eltern eine wichtige Säule des Schulkonzeptes. So waren die ersten drei Jahre nur durch Bürgschaften der Eltern finanzierbar gewesen, die zahlreichen organisatorischen und praktischen Herausforderungen im Schulalltag nur Dank der Mitarbeit vieler Eltern zu meistern. Mit einem sehr persönlichen Rückblick auf drei Jahre Montessori-Schule ließ Karin Düerkop die Startphase aus Elternsicht Revue passieren. Der erste Vorsitzende des Trägervereins, Dr. Dieter Jährling, schloss die Veranstaltung mit dem Wunsch, die Kinder noch stärker als bisher in den Fokus aller gemeinsamen Bestrebungen zu stellen. Besonderen Dank drückte er den Begründern des Projektes aus, die in mehrjähriger Anlaufzeit viel Arbeit und Idealismus in die Realisierung der Schule auf Entdeckungsreise investiert haben. Wie fruchtbar sich die Arbeit aller Beteiligten schon jetzt auf die Schülerinnen und Schüler auswirkt, wurde anschließend im Rahmen eines „Gläsernen Klassenzimmers“ vorgestellt. Die Gäste konnten sich bei einem Besuch im Klassenraum ein eigenes Bild davon machen, mit welchen Methoden die Kinder lernen. Beeindruckt waren die Besucher dabei vor allem von der Konzentration und Hingabe, mit der die Grundschüler vor den Augen der Erwachsenen eine Aufgabe nach der anderen lösten. Dass sie dabei nahezu Zeit und Raum um sich herum ausblenden konnten, dokumentierte eindrucksvoll, wie erfolgreich die Schule in ihrer täglichen Arbeit mit den Kindern ist.