Stabiler Umsatz bei Sennheiser

Daniel (links) und Andreas Sennheiser zeigten bei der Jahrespressekonferenz am Mittwoch in Wennebostel auf, wie sie sich den künftigen Weg des Familienunternehmens vorstellen. Foto: A. Wiese
 

Weichen zur Steigerung der Ertragskraft gestellt

Wennebostel (r/awi).  Der geplante Mensa-Neubau auf dem Firmengelände in Wennebostel spielte bei der Jahrespressekonferenz am Mittwoch im Neubau Am Labor keine Rolle. Der Rat hat zwar gerade grünes Licht für die Änderung des Bebauungsplans gegeben, doch Daniel und Andreas Sennheiser machten weder zum Baubeginn noch zur Investitionssumme des geplanten Neubauvorhabens konkrete Angaben. Bei Sennheisr geht es zur Zeit um ganz andere Zahlen und Größenordnungen: Die Sennheiser-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 667,7 Millionen Euro erwirtschaftet, das sind 9,3 Millionen Euro beziehungsweise 1,4 Prozent mehr als 2016. Der Ertrag vor Steuern entwickelte sich rückläufig auf -4,5 Millionen Euro gegenüber 34,9 Millionen Euro im Vorjahr. Darin enthalten sind Restrukturierungskosten in Höhe von 21,6 Millionen Euro, die in den Aufwendungen als Einmaleffekte ausgewiesen sind. Das Familienunternehmen hatte 2017 seine Organisationsstruktur weiterentwickelt, um der rückläufigen Ertragsentwicklung frühzeitig entgegenzuwirken, nachhaltiges Wachstum zu sichern und sich erfolgreich für die Zukunft aufzustellen. Entsprechend steigerte Sennheiser auch die Investitionen in Forschung und Entwicklung gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent auf 57,8 Millionen Euro.
„Mit dem Ergebnis für das Geschäftsjahr 2017 liegen wir hinter unseren Erwartungen zurück. Grund dafür waren vor allem die zahlreichen und schnellen Veränderungen in unserem Marktumfeld. Wir haben unsere Organisationsstruktur deshalb konsequent auf die veränderten Anforderungen ausgerichtet und sind mit einer neuen, fokussierten Aufstellung erfolgreich in das Geschäftsjahr 2018 gestartet“, erklärt Dr. Andreas Sennheiser, Co-CEO von Sennheiser.
„Die neue Struktur ermöglicht es uns, noch effizienter zu arbeiten und näher am Markt zu agieren. Im Mittelpunkt all unserer Entscheidungen stehen dabei unsere Kunden“, sagt Daniel Sennheiser, Co-CEO des Unternehmens. Sennheiser hat die beiden Divisionen Consumer und Professional weiter gestärkt, indem übergreifende Funktionen wie Produktmanagement, Marketing und Vertrieb in den Geschäftsbereichen zusammengeführt wurden. Im Zuge dessen waren auch personelle Anpassungen erforderlich.
Während Sennheiser im professionellen Bereich insbesondere Kernkompetenzen wie beispielsweise drahtlose Mikrofontechnik für die Zukunft weiter stärkt, setzt das Unternehmen im Bereich Consumer auf „Smart & Connected“-Audioerlebnisse. Ein wichtiger Bestandteil beider Divisionsstrategien bleibt das 3D-Audiotechnologieprogramm AMBEO. „Als unabhängiges Familienunternehmen werden wir uns auch in Zukunft auf unsere zentralen Stärken konzentrieren und an der klaren Fokussierung unserer Geschäftsbereiche sowie der Produktionsstandorte festhalten“, sagt Daniel Sennheiser.
„Um unserem Anspruch gerecht zu werden, die Zukunft der Audiobranche zu gestalten, treiben wir unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit weiter voran“, erklärt Dr. Andreas Sennheiser. „Ein strategisches Fokusthema ist und bleibt AMBEO: Wir sehen vielfältige Anwendungsgebiete für 3D-Audio – von der Sportübertragung mit fesselnder Stadion-Atmosphäre bis hin zum professionellen 3D-Recording. Und mit der AMBEO 3D Soundbar, die wir als Prototyp Anfang 2018 auf der CES in Las Vegas präsentiert haben, bringen wir Konzert-Feeling in die eigenen vier Wände.“ Daniel Sennheiser ergänzt: „Zusätzlich zur eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeit setzen wir auf strategische Partnerschaften und gezielte Investitionen, insbesondere in den Bereichen Augmented Reality und Virtual Reality. So können wir das vorhandene Potenzial für uns und unsere Kunden noch besser erschließen.“