Stabiles Ausbildungsplatzangebot bei mehr Bewerbern

Ausbildungsjahr der Geschäftsstelle Burgwedel beendet

Wedemark. Mit dem Ende des sogenannten Ausbildungsjahres am 30. September konnten im Bezirk der Geschäftsstelle Burgwedel nahezu genauso viele Ausbildungsstellen wie im Vorjahr bei steigenden Bewerberzahlen für diese Stellen vermeldet werden. Besonders erfreulich: Wie auch im Vorjahr gab es mehr Ausbildungsangebote als Suchende. Die Zahl der Jugendlichen, die eine Ausbildungsstelle suchten, ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. 352 Bewerber suchten dieses Jahr eine Ausbildungsstelle, im Vorjahr waren zu diesem Zeitpunkt 61 Jugendliche weniger auf der Suche. Diese Zunahme erfolgte, obwohl die demographische Entwicklung bereits zu einem leichten Rückgang der Schulabgängerzahl führte. Das Angebot von 438 betrieblichen Ausbildungsstellen lag nahezu auf Niveau des Vorjahres, eine Stelle mehr war in der Statistik vermerkt.
„Wirtschafts- und Finanzkrise und auch der lang anhaltende Winter führten Anfang
des Jahres dazu, dass die Zahl der freien Stellen unter den Vorjahreswerten lag.
Dass zum Abschluss des Ausbildungsjahres das Niveau des Vorjahres erreicht
wurde ist ein erfreuliches Ergebnis. Burgwedeler Betriebe reagieren mit der Ausbildung von jungen Leuten auf den zukünftigen Fachkräftebedarf, der sich ja besonders in der momentanen Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs abzeichnet. Mit Hervorzuheben ist aber auch das Engagement der Berufsberater der Agentur für
Arbeit, so dass in diesem Jahr mehr junge Menschen als vor einem Jahr in Ausbildung vermittelt werden konnten“ so Corinna Feltz-von Einem, Leiterin der Agentur für Arbeit Celle, zu der Ausbildungsmarktstatistik. 187 junge Frauen und Männer konnten im Bezirk der Geschäftsstelle Burgwedel in diesem Jahr eine Ausbildung aufnehmen. Damit fanden 34 Jugendliche mehr als vor einem Jahr eine Stelle, im Vorjahr waren 153 Ausbildungsaufnahmen zu verzeichnen. Mit Beginn des Herbstes ist das Bewerbungsverfahren für das nächste Jahr häufig bereits angelaufen. Eine Frage, die in diesem Zusammenhang häufig gestellt wird, ist die nach Folgen des doppelten Abiturjahrganges. Größere Auswirkungen wie beispielsweise Verdrängungseffekte am Ausbildungsmarkt oder erhöhter Nachfragedruck beim Studienplatzangebot wird nicht erwartet. Das Land Niedersachsen hat die Zahl der Studienplätze erhöht. Zudem entscheidet sich der geringere Teil für eine betriebliche Ausbildung. Abiturienten, die eine Ausbildung anstreben, bewerben sich erfahrungsgemäß überwiegend in anderen Berufsfeldern als Hauptund Realschüler/innen. Die Beratungsfachkräfte der Arbeitsagentur unterstützen zu allen Themen des Ausbildungsmarktes von der Wahl des passenden Wunschausbildungsberufes, über Zugangsvoraussetzungen für die verschiedenen Bildungswege bis hin zur Stellenvermittlung. Informationen zu allen Angeboten der Berufsberatung oder einen Beratungstermin erhalten Interessierte unter Telefon 01801 / 555111* oder im Internet unter www.arbeitsagentur.de. Betriebe können sich telefonisch an die Agentur für Arbeit unter Telefon 01801 / 664466* wenden. Aktuell wird für Bewerber, die noch nicht vermittelt werden konnten, nach Alternativen gesucht. Hier greift der „Pakt für Ausbildung“, der zwischen Bundesregierung, Wirtschaft und Deutschem Gewerkschaftsbund geschlossen wurde und von der Agentur für Arbeit unterstützt wird. So werden Einstiegsqualifizierungen angeboten, in denen in einem betrieblichen Praktikum berufliche Grundlagen vermittelt werden. Auch mit Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen wird Unterstützung angeboten. In einer Kombination aus Betriebspraktikum und Theorie bei Bildungsträgern wird auf eine Ausbildung hingearbeitet. Von diesen Möglichkeiten, die Chance auf eine Ausbildung zu verbessern, wurde im Bezirk der Geschäftsstelle Burgwedel in bisher 16 Fällen Gebrauch gemacht.