„Straße der Kinderrechte“ strahlt trotz Witterung

Die CDU-Fraktion auf der Straße der Kinderrechte: Während Mosaik und Wandbild dem Fritz-Sennheiser-Platz weichen mussten, wird diese Steinskulptur erhalten bleiben. Foto: S. Birkner

Vier Jahre nach der Fertigstellung besichtigt die CDU-Fraktion das Projekt

Mellendorf (sb). Es war eine ungewöhnlicher Termin für Anke Jürgensen: Die Wedemärker Gästeführerin begleitete am Dienstag nicht wie gewohnt Heranwachsende, sondern eine Gruppe von CDU-Politikern über die Mellendorfer Straße der Kinderrechte. Das damals bundesweit einzigartige Projekt der Mellendorfer Schulen, der Jugendpflege und der Kinder- und Jugendkunstschule war 2008 mit dem Jugend-Unicef-Preis ausgezeichnet worden. 2000 Schüler hatten daran mitgearbeitet. Jetzt frischten die Kommunalpolitiker ihr Bild der mit allerlei Kunstwerken versehenen Straße auf. Der Ideenreichtum und die zahlreichen Symboliken, so viel war festzustellen, haben ihre Strahlkraft nicht verloren. Egal ob an der Wedemarkstraße, Am Langen Felde, an der Schulzentrumsbaustelle oder der Jugendhalle: Überall weisen Kunstwerke auf die Existenz der Kinderrechte hin und fordern zu deren Schutz auf. Das große Wandbild am alten Schulzentrum und das Mosaik auf dem Vorplatz überstanden die Abrissarbeiten allerdings nicht. Auch die roten Spuren nackter Kinderfüße, die die Gehwege entlang der Straße der Kinderrechte zierten, sind kaum noch erkennbar. "Hier wäre es an der Zeit, die Kunstwerke aufzufrischen", meinte Jürgensen.
Während es ihr im Umgang mit Kindern insbesondere darum geht, den Heranwachsenden ihre naturgegebenen Rechte vor Augen zu führen, nahmen die CDU-Ratspolitiker die Führung zum Anlass, sich gedanklich auf das Projekt "Kinderrechte mal 16" vorzubereiten. Darin besteht der Plan, Kinderrechtskunstwerke in allen 16 Ortsteilen der Wedemark zu installieren. Am Schaffensprozess dieser Kunstwerke sollen dann Kinder und Jugendliche aus den einzelnen Ortsteilen mitwirken. Sobald die Einzelprojekte fertiggestellt sind, sollen sie in Form eines Rad- oder Wanderwegs in ihrer Gesamtheit zugänglich sein und ein weiteres Bekenntnis zum Schutz der Kinderrechte darstellen.