Streuwagenfahrer tödlich verunglückt

Die Retter mussten den Unimog mit der Seilwinde vom Baum abziehen, um den tödlich verunglückten Fahrer aus dem völlig zerstörten Führerhaus bergen zu können. Fotos: A. Wiese

22-Jähriger schleuderte auf der L 383 mit seinem Unimog gegen einen Baum

Brelingen/Negenborn (awi). Tragischer Unfall am Montagmorgen gegen 6.50 Uhr auf der Landesstraße 383 zwischen Brelingen und Negenborn. Aus bislang unbekannten Gründen ist ein 22-Jähriger in einer Linkskurse mit seinem Streufahrzeug nach rechts in den Grünstreifen von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Fahrer hat dabei tödliche Verletzungen erlitten.
Die Feuerwehr barg den 22-Jährigen aus dem Fahrzeug, nachdem der Mellendorfer Rüstwagen den Unimog mit der Seilwinde vom Baum gezogen hatte, der sich direkt auf der Fahrerseite in das Fahrzeug gebohrt hatte. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des 22-Jährigen feststellen. Die Feuerwehren Brelingen und Mellendorf waren mit 30 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen an der Einsatzstelle. „Es war unser erster großer Einsatz seit Monaten, und dann gleich so ein schwerer Unfall“, sagte der Brelinger Ortsbrandmeister Marcus Karp. Durch die frühe Uhrzeit sei die Tagesverfügbarkeit seiner Wehr relativ hoch gewesen und Brelingen sei mit zwei voll besetzten Einsatzfahrzeugen in kürzester Zeit am Unfallort gewesen. Dennoch habe man dem Fahrer nicht mehr helfen können. Der 22- Jährige Fahrer sei in seinem Führerhaus, das durch den Aufprall völlig zerstört worden sei, zwischen Baum und LKW eingeklemmt und vermutlich auf der Stelle tot gewesen, bestätigte Feuerwehrsprecher Carsten Bohlmann noch vor Ort. Er könne sich den Unfall nicht erklären, sagte sichtlich erschüttert der Wedemärker Unternehmer Philip Cattau, der Arbeitgeber des Toten, der sofort zur Unfallstelle geeilt war. Der aus Aurich stammende Fahrer sei seit Januar bei der Firma beschäftigt und in dieser Nacht im Streueinsatz auf der Autobahn gewesen. Von dort sei er auf der Heimfahrt zum Firmensitz in Negenborn gewesen. Weil es in diesem Winter bereits mehrere Unfälle gegeben habe, in die Firmenfahrzeuge verwickelt gewesen und einige Fahrzeuge in Reparatur seien, habe man zurzeit Leihfahrzeuge im Einsatz. Die Polizei gab die Schadenshöhe mit rund 200.000 Euro an. Die Landesstraße 383 zwischen Brelingen und Negenborn war bis Mittag voll gesperrt.