Stromnetzbetreiber Tennet taucht in Resse ab

Prof. Dr. Axel Priebs trägt in der Resser Sporthalle vor über 200 Zuhörern seine Sichtweise und Position zu Tennet und SuedLink vor. Foto: B. Stache

Verein Bürger für Resse informiert über Höchstspannungsleitung SuedLink

Resse (st). Zur Informationsveranstaltung über den Variantenentwurf SuedLink 091 des Stromnetzbetreibers Tennet hatte der Verein Bürger für Resse mit Unterstützung der Gemeinde Wedemark eingeladen. Vereinsvorsitzender Jochen Pardey eröffnete die Veranstaltung am Freitagabend in die Resser Sporthalle vor über 200 interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Namentlich begrüßte er die Landtagsabgeordnete Editha Lorberg sowie den FDP-Vorsitzenden Dr. Stefan Birkner (bis Februar 2013 Niedersächsischer Minister für Umwelt und Klimaschutz). Auf dem Podium hatte der Umweltdezernent der Region Hannover, Prof. Dr. Axel Priebs, Platz genommen, gemeinsam mit Bürgermeister Helge Zychlinski, Ortsbürgermeister Jörg Woldenga sowie dem Landrat von Hameln-Pyrmont Tjark Bartels, zugleich Sprecher verschiedener Landkreise und der Region Hannover gegenüber Tennet und der Bundesnetzagentur. Karl-Heinz Müller vom Verein Bürger für Resse fungierte am Abend als Moderator. Als erstes gab Müller zur Enttäuschung der zahlreichen Bürgerinnen und Bürger die Abwesenheit eines Tennet Vertreters bekannt. Damit blieben viele Fragen an Tennet, auch zum Variantenentwurf SuedLink 091, unbeantwortet. Müller stellte in einer Präsentation, die sich im Wesentlichen auf Inhalte und Übersichten von der Tennet-Internetseite (www.tennet.eu) stützte, den derzeitigen Sachstand des Projektes mit der geplanten Trassenvariante 091 durch die Wedemark vor. Nachdem Prof. Dr. Axel Priebs und Tjark Bartels ihre Sichtweisen und Positionen zu Tennet und SuedLink vorgetragen hatten, eröffnete der Moderator die offene Diskussion. Dabei wurden unter anderem Fragen zu den unterschiedlichen Kosten einer oberirdischen Hochspannungsleitung und einer Erdverkabelung aufgeworfen sowie zur Kompetenz von Tennet und der CO2-Bilanz. Kritische Anmerkungen gab es nicht nur gegenüber der Informationspolitik von Tennet, die auch von Prof. Dr. Priebs und Tjark Bartels als unzureichend bezeichnet wurde, sondern auch gegenüber der Bundespolitik. „Es ist ein großes Thema für die Wedemark“, stellte Bürgermeister Zychlinski fest und versprach, die Öffentlichkeit über die weiteren Schritte seiner Verwaltung in der Angelegenheit SuedLink-Trassenführung durch die Wedemark auf dem Laufenden zu halten. Am Donnerstag, 22. Januar 2015, werde es eine weitere Informationsveranstaltung zu diesem Thema geben – dann unter Beteiligung von Dr. Christoph Thiel, dem SuedLink Gesamtprojektleiter von Tennet – gab Moderator Müller bekannt.